Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Basketball: Auswärtsserie endet in Thüringen

Verdienter Sieg

Nach drei Auswärtssiegen in Folge hat s.Oliver Würzburg am 11. Spieltag der easyCredit BBL wieder mal eine Niederlage in fremder Halle hinnehmen müssen: Bei Science City Jena liefen die Unterfranken ab der 2. Spielminute einem Rückstand hinterher und mussten sich vor 2.300 Zuschauern in der Sparkassen-Arena am Ende verdient mit 75:84 (31:39) geschlagen geben. Beste Scorer der Partie waren die beiden Thüringer Julius Jenkins (25 Punkte) und Marcos Knight (22), die zusammen 47 der 84 Zähler der Gastgeber erzielten. Für s.Oliver Würzburg trafen Maurice Stuckey (16), Brendan Lane (14) und Jake Odum (11) zweistellig.

Aggressiveres Spiel

„Jena hat ganz klar verdient gewonnen, weil sie über die vierzig Minuten aggressiver waren als wir. Phasenweise offensiv gut zu spielen ist nicht genug, um in dieser Liga zu gewinnen“, sagte Würzburgs Headcoach Doug Spradley nach der Partie. Von Beginn an war den Hausherren anzumerken, dass sie im sechsten Anlauf endlich ihren ersten Heimsieg einfahren wollten: Zwar brauchten die Thüringer selbst eine Weile, um in der Offensive ihren Rhythmus zu finden – das galt aber gerade im ersten Viertel noch mehr für die Gäste: Außer sechs Punkten von Brendan Lane ging bei den Würzburgern in den ersten sieben Minuten nichts, so dass sich Jena auf 10:6 absetzen konnte. In der Folgezeit blieb es zwar über weite Strecken eine enge Partie, drehen sollte sich der Spielstand aber nicht mehr.

Zweistellige Führung

Kurz vor Ende des ersten Abschnitts griff Julius Jenkins ins offensive Geschehen ein – er traf den ersten seiner sechs Dreier (bei sieben Versuchen) zum 15:8. Zwar kam postwendend und ebenfalls von der Dreierlinie die Antwort von Maurice Stuckey, trotzdem gingen die Gastgeber mit einem 15:11-Vorsprung in die erste Viertelpause. In Abschnitt zwei erzielte dann auch der aktuelle BBL-Topscorer Marcos Knight die ersten seiner insgesamt 22 Zähler und verhalf den Gastgebern zusammen mit Jenkins zur ersten zweistelligen Führung: Das Guard-Duo zeichnete für die letzten acht Jenaer Punkte vor der Pause verantwortlich, ehe die Gäste durch zwei Aktionen von Felix Hoffmann noch auf 39:31 verkürzen konnten.

Richtig reagiert

Nach dem Seitenwechsel kamen die Würzburger zunächst besser ins Spiel. Vor allem Brendan Lane, Moe Stuckey und Jake Odum waren in den Minuten nach der Pause dafür verantwortlich, dass der Vorsprung der Gastgeber schrumpfte – in der 29. Minute sogar auf 53:49. Zu Beginn des Schlussabschnitts war es dann zweimal Lamonte Ulmer – erst mit einem Tip-In zum 56:53, dann mit einem Dreier zum 60:56 – der die Unterfranken in Schlagdistanz hielt. Jena ließ sich durch die Aufholjagd aber nur kurz aus dem Konzept bringen und hatte wie im gesamten Spiel sofort die passende Antwort auf Lager: Immanuel McElroy und Marcos Knight netzten von der Dreierlinie ein, Knight ließ einen Korbleger folgen – beim Zwischenstand von 70:60 in der 36. Minute nahm Doug Spradley eine Auszeit.

Keine Wende

Eine Wende konnten er und seine Spieler der Partie in der Schlussphase aber nicht geben – kleiner als sechs Punkte sollte der Rückstand nicht mehr werden. Auf vier Zähler in Folge von Marcos Knight zum 74:62 antworteten Maurice Stuckey und Vladimir Mihailovic mit einem kleinen 5:0-Lauf zum 74:67, dann machte der Spieler des Tages alles klar: Julius Jenkins erzielte weniger als zwei Minuten vor dem Ende mit einem langen Zweier aus der linken Ecke seine Punkte Nummer 24 und 25 – beim Stand von 76:67 war die Partie entschieden.

Nächstes Heimspiel

Weiter geht es für s.Oliver Würzburg mit einem Heimspiel am kommenden Samstag: Um 20:30 Uhr ist Pokalsieger ALBA BERLIN in der s.Oliver Arena zu Gast. Tickets für diese Partie gibt es im Vorverkauf bei der Main-Post in der Plattnerstraße und im Online-Ticketshop bei CTS Eventim.

Science City Jena vs. Würzburg

84:75 (15:11, 24:20, 17:20, 28:24)

Für s.Oliver Würzburg spielten: Maurice Stuckey 16 Punkte/4 Dreier, Brendan Lane 14 (9 Rebounds), Jake Odum 11/1 (8 Assists), Lamonte Ulmer 9/1, Vladimir Mihailović 8, Krešimir Lončar 6, Max Ugrai 4, Felix Hoffmann 3, Charles Barton 2, James Southerland 2.

Top-Perfomer Jena: Jenkins 25/6, Knight 22/1 (7 Rebounds), McElroy 15/1, Bernard 7 (4 Steals).

Key Stats

Dreierquote: Würzburg 27 Prozent (6 von 22) – Jena 50 Prozent (9 von 18)
Rebounds: Würzburg 28 (8 offensiv) – Jena 34 (10 offensiv)
Ballgewinne: Würzburg 3 – Jena 7

Stimmen zum Spiel

Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Jena hat ganz klar verdient gewonnen, weil sie über die vierzig Minuten aggressiver waren als wir. Wir hatten uns für dieses Spiel einige Sachen vorgenommen. Unter anderem wollten wir Jenkins, Knight und McElroy unter Kontrolle halten, das haben wir nicht geschafft. Wir wollten Marcos Knight vom Offensiv-Rebound weghalten, auch das haben wir nicht getan. Phasenweise offensiv guten Basketball zu spielen ist nicht genug, um in dieser Liga zu gewinnen. Wir haben uns ein paar Mal rangekämpft, aber Jena hat jedes Mal das Spiel wieder unter Kontrolle gebracht. In der entscheidenden Phase haben wir zwei Offensivrebounds abgegeben und waren im Angriff zu passiv. Basketball ist ein Mannschaftssport, in dem jeder Fehler zählt. Wir müssen in den Spiegel schauen und uns selbst fragen, in welche Richtung wir gehen wollen.“

Björn Harmsen, Science City Jena: „Es war eine harte Woche mit drei Spielen für uns. Nachdem wir gegen Bremerhaven vielleicht das schlechteste Spiel der Saison gezeigt haben, war unser Ansatz, dass wir immer aggressiver und intensiver spielen müssen als der Gegner. Das haben wir heute getan, es war eine absolute Teamleistung. Ich habe elf Spieler eingesetzt, wir hatten 21 Korbvorlagen und haben in wichtigen Situationen den Ball laufen lassen. Großen Respekt vor meinen Jungs – sie haben das aufs Feld gebracht, was wir uns vorgenommen hatten.“

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport und Event Würzburg Baskets GmbH.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT