Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ausstellung zu Euthanasie-Verbrechen der NS-Zeit

„Im Gedenken der Kinder“

Über 75 Jahre nach dem Beginn systematischer Tötung von geistig und körperlich behinderten Menschen erinnert die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Es betraf über 200.000 kranke, behinderte und sozial nicht angepasste Menschen, unter ihnen etwa 10.000 Kinder und Jugendliche.

Fast 700 Tote in Bayern

Ermordet wurden sie in Gaskammern oder durch Medikamente und „Hungerkost“ in den Heilanstalten. In Bayern starben 695 Kinder in drei eigens eingerichteten „Kinderfachabteilungen“ Ansbach, Eglfing-Haar und Kaufbeuren-Irsee.
Die Wanderausstellung wurde konzipiert von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. und wandert seit 2010 durch Deutschland. In Würzburg wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Sozialpädiatrie Würzburg und dem Arbeitskreis Stolpersteine Würzburg gezeigt. Diese haben nicht nur eigene Tafeln beigesteuert, sondern bieten auch ein Begleitprogramm an. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft und ein Buch.

Die Wanderausstellung

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 29. November, um 17 Uhr im Oberen Foyer des Rathauses Würzburg. Sie ist zu sehen bis Freitag, 16. Dezember 2016, zu den Öffnungszeiten des Rathauses Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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