Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ am Theater

Mozarts größter Erfolg zu Lebzeiten

Nach der Wiederaufnahme des Idomeneo zeigt das Mainfranken Theater mit der Entführung aus dem Serail bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ein Werk Mozarts. Am 27. November feiert die Neuinszenierung der Oper unter der Regie von Sigrid Herzog Premiere. In die Rolle des Bassa Selim schlüpft der aus Kitzingen stammende Wolfram Rupperti, der auch im aktuellen Kinofilm „Willkommen bei den Hartmanns“ zu sehen ist.

Entführung, Liebe und Gefangenschaft

Die erstmals am 16. Juli 1782 in Wien uraufgeführte Entführung wurde Mozarts größter Erfolg zu Lebzeiten: Die spanische Edeldame Konstanze, ihre Zofe Blonde und deren Geliebter Pedrillo geraten in die Gefangenschaft des vom Christentum zum Islam konvertierten Bassa Selim. Bassa Selim wirbt eifrig um die Gunst Konstanzes, wird von dieser jedoch aufgrund ihrer Verlobung mit Belmonte abgewiesen. Konstanzes Verlobter macht sich zur Rettung der Gefangenen auf den Weg und plant gemeinsam mit Pedrillo die Entführung der Damen aus dem Serail. Doch sie haben die Rechnung ohne den Aufseher Osmin gemacht, der mit Argusaugen über die Ungläubigen wacht.

Mozart als freier Komponist

Das Singspiel in drei Aufzügen markiert im Leben Mozarts einen entscheidenden Wendepunkt: Hatte er sich zuvor bereits mit Idomeneo aus den väterlichen Fängen und dem Klammergriff des Salzburger Erzbischofs befreit, so ist die Entführung geprägt vom Geist des Aufbruchs in eine unsichere, aber freie Zukunft als Komponist in Wien.

Von der Kinoleinwand auf die Bühne

Für die Neuinszenierung der Entführung aus dem Serail am Mainfranken Theater wurde die Regisseurin und langjährige Vizedirektorin der renommierten Otto-Falckenberg-Schule München, Sigrid Herzog, engagiert. Als Regisseurin war sie unter anderem schon am Volkstheater Wien, an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Wiesbaden und an den Theatern in Augsburg, Bremen und Freiburg tätig. In der Rolle des spanischen Edelmanns Belmonte gibt der junge mexikanische Tenor Roberto Ortiz sein Würzburger Debüt. Als orientalischer Herrscher Bassa Selim ist der aus Kitzingen stammende und seit 2011 am Münchener Residenztheater engagierte Schauspieler Wolfram Rupperti erstmals am Mainfranken Theater als Gast zu erleben. Zurzeit ist er zudem auch als LKA-Beamter in Simon Verhoevens Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ auf der Leinwand zu erleben.

Exklusiver Probeneinblick

Schon vor der Premiere am 27. November gibt es die Möglichkeit, einen Einblick in die Produktion zu erhalten. Im Rahmen des neuen Veranstaltungsformats „99 – Die öffentliche Probe“ haben Interessierte am Dienstag, dem 22.11., die Chance, den ersten Teil der Bühnenorchesterprobe vom Rang aus zu erleben. Vor der Probe, die ohne Kostüm und Maske stattfindet und circa 90 Minuten dauert, gibt es eine kurze Werkeinführung zum Stück. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr an der Kasse des Theaters. Die kostenlosen, auf 99 Stück begrenzten Eintrittskarten sind, so lange der Vorrat reicht, nur am Tag der Veranstaltung ab 18 Uhr an der Theaterkasse erhältlich.

Alle Infos

  • Musikalische Leitung: Enrico Calesso
  • Regie: Sigrid Herzog
  • Ausstattung: Davy van Gerven
  • Dramaturgie: Markus Trabusch, Berthold Warnecke
  • Mit: Maximilian Argmann, Silke Evers, Anja Gutgesell, Roberto Ortiz, Tomasz Raff, Wolfram Rupperti, Philharmonisches Orchester Würzburg, Opernchor des Mainfranken Theaters Würzburg
  • Premiere: So., 27.11.16 | 19:30 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg | Großes Haus

Weitere Termine und Infos

  • 15:00 Uhr: 08.01. | 05.02.
  • 19:30 Uhr: 10.12. | 14.12. | 18.12. | 26.12. | 04.01. | 13.01. | 19.01. | 14.02. | 19.02. | 26.02. | 18.03. | 31.03.

Weitere Informationen und Tickets (Webshop) unter www.mainfrankentheater.de bzw. www.mainfrankentheater.de/webshop. Theaterkasse: Tel. (0931) 3908-124 | karten@mainfrankentheater.de.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mainfrankentheaters.

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