Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

3. Menschenrechtswoche – Themenwoche an der FHWS

Aufklärung mit Experten

Die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt lädt ein zur 3. Menschenrechtswoche. Von Montag bis Freitag, 5. bis 9. Dezember, finden zwölf Vorträge statt, ein Experten-Hearing sowie eine Lesung und eine Ausstellung. Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort der Themenwoche: FHWS, Münzstr. 12, Aldi-Hörsaal.

Für soziale Gerechtigkeit

Ziel der Menschenrechtswoche an der FHWS ist es, angesichts aktueller Herausforderungen Verständnis und Offenheit für Menschenrechtsfragen und Anliegen sozialer Gerechtigkeit zu wecken. Darüber hinaus soll angehenden Praktikern der Sozialen Arbeit die Menschenrechtsprofession nahegebracht und aus verschiedenen Perspektiven verdeutlicht werden, dass Menschenrechte keine abstrakten Phänomene sind, sondern für das Handeln in der Sozialen Arbeit von zentraler Wichtigkeit sind.

Zum Hintergrund

Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen in Folge der erschreckenden Ereignisse des 2. Weltkrieges die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Damit wurde eine Charta geschaffen, in der grundlegende Rechte, die für jeden Menschen gelten, festgelegt wurden. Weltweit agierende soziale Organisationen berufen sich auf die vor 66 Jahren niedergeschriebenen Grundsätze und legitimieren daraus ihren Auftrag, Menschen in Not zu helfen und vor Unrecht zu beschützen. Soziale Arbeit ist nach ihrem Selbstverständnis eine Menschenrechtsprofession.

Zum Programm

Montag, 5.12.2016: Thementag „Alt und im Heim – über Risiken und Nebenwirkungen“

  • 10.00 – 13.00 Uhr Experten-Hearing über die Chancen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs mit Sabine Seipp, Halma e.v. Würzburg, Professorin Dr. Anita Hausen, KSFH München, Jürgen Gohde, KDA und Thomas Muck, MDK München
  • 13.30 – 15.00 Uhr „Roboter in der Altenpflege – Fluch oder Segen für die Einhaltung der Menschenrechte?“, Professor Dr. Walter Kullmann, FHWS
  • 16.00 – 17.30 Uhr Vernissage und Lesung: „Räume zum Leben – Räume zum Pflegen“, Professorin Dr. Charlotte Uzarewicz, KSFH München
  • Vernissage: „Kopfkissenperspektive“, Margot Krottenthaler

Dienstag, 6.12.2016

  • 10.00 – 11.30 Uhr „Die Reichsbürger und der Rechtsstaat“, Professor Dr. Achim Förster, FHWS
  • 13.30 – 15.00 Uhr „Radikalisierungsprävention – Ein tiefgreifender Ansatz“, Heidrun Hassel, Polizeipräsidium Mannheim
  • 17.00 – 18.30 Uhr „Zwangsbehandlung in der Psychiatrie“:
  1. „Aktuelle Entwicklungen zur Zwangsbehandlung aus juristischer Perspektive“, Professorin Dr. Tanja Henking, FHWS
  2. „Zwangsbehandlung im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention“, Professorin Dr. Stefanie Schmahl, Universität Würzburg

Mittwoch, 7.12.2016

  • 8.15 – 9.45 Uhr „Einsame Tode – ein Thema für die Soziale Arbeit!? Forschungsergebnisse über unentdeckt Verstorbene“, Susanne Loke
  • 10.00 – 12.00 Uhr Gemeinsamer Besuch der Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“, Rathaus Würzburg. Treffpunkt: FHWS, Münzstraße 12, Foyer. Professor Dr. Ralph-Christian Amthor
  • 15.15 – 16.45 Uhr „Soziale Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Menschen – Rechte Pflichten unserer Gesellschaft und wie man das Verstehen lernen kann“, Christoph Murillo-Sanchez, Peter Schidla

Donnerstag, 8.12.2016

  • 11.45 – 13.15 Uhr “At least the new `Internationale`! From the global definition of social work to human rights from below”, Kevin Brown
  • 15.15 – 16.45 Uhr „Krieg als Verletzung aller Menschenrechte – Der Beitrag von  Jane Addams zu einer Friedenstheorie und –praxis“, Professorin Dr. Silvia Staub-Bernasconi

Freitag, 9.12.2016

  • 11.45 – 13.15 Uhr„Risiken des Machtmissbrauchs durch Professionelle in Institutionen der sozialen Arbeit und Möglichkeiten der Prävention“, Professorin Dr. Mechthild Wolff, HAW Landshut
  • 13.30 – 15.00 Uhr „Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht“, Professor Dr. Gerhard Trabert, HS-RM Wiesbaden

Weitere Informationen unter www.menschenrechtswoche.de.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT