Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Petition nach tödlichem Unfall: Leitplanken in „der grünen Hölle“

„Durchgehende Leitplanken in der „Grünen Hölle“ WÜ29 – erhöhen Sie die Verkehrssicherheit!“

Nach dem schrecklichen Verkehrsunfall am Abend des 10. November 2016, bei dem ein 18-Jähriger tödlich verunglückt ist, startet eine Online-Petition. Ziel von Fabian König, dem Initiator der Petition, ist es, durchgehende Leitplanken entlang der WÜ29 (Guttenberger Forst) zu installieren und somit die Verkehrssicherheit stark zu erhöhen. Wir unterstützen diese Petition und würden uns freuen, wenn zahlreiche Leser mitmachen könnten.

Im April diesen Jahres, verloren bereits zwei Menschen auf selber Strecke ihr Leben, bevor es letzte Woche zu dem tragischen Unglück kam.

Hier der Aufruf:

„Die Kreisstraße WÜ 29 im Guttenberger Forst zwischen Kist und Reichenberg ist eine der gefährlichsten Straßen im Landkreis Würzburg (Bayern). Immer wieder kommt es zu schweren Verkehrsunfällen mit oft tödlichem Ausgang. Erst kürzlich, am Abend des 10. November 2016 verlor ein 18-jähriger Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, prallte gegen einen Baum und verstarb noch an der Unfallstelle. Trotz sehr schnellem Eintreffen der Rettungskräfte konnte er nicht mehr gerettet werden.

Mein Name ist Fabian König. Ich wohne in Würzburg und komme ursprünglich aus der Gemeinde Kist, aus der auch das Unfallopfer stammt. Als ich die Nachricht vom Tod des jungen Mannes las, war ich tief erschüttert und fragte mich, ob man seinen Tod nicht hätte verhindern können.

Seit ich denken kann, ereignen sich immer wieder schreckliche Verkehrsunfälle auf dieser kurvenreichen Strecke, die auf sechs Kilometern vollständig durch das Waldgebiet „Guttenberger Forst“ verläuft. Erst zwei Wochen vor dem tödlichen Unfall kam ein 23-jähriger Fahrer auf der gleichen Strecke von der Fahrbahn ab, wurde glücklicherweise aber nur leicht verletzt.

Hier unterschreiben

Im April 2016 verloren dagegen zwei Mitfahrer im Alter von 91 und 84 Jahren aus Kist ebenfalls ihr Leben. Es war auch dort, als im Jahr 2004 einer meiner Mitschüler mit seinem Auto gegen einen Baum prallte – er kam, schwerverletzt, mit dem Leben davon, war aber lange Zeit auf den Rollstuhl angewiesen, und wird nie wieder so sein wie früher.

Das sind nur die Fälle, die mir persönlich in Erinnerung geblieben sind. In allen schleuderten die Fahrzeugführer mit ihren Autos gegen einen Baum – manche aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, manche aufgrund regennasser Fahrbahn oder Eisglätte. Einer meiner Nachbarn verbot seiner Frau schon vor vielen Jahren, diese Strecke überhaupt zu benutzen. Er nennt sie die „grüne Hölle“. So idyllisch der Guttenberger Forst auch sein mag, so gefährlich ist auch die Straße, die durch ihn verläuft.

Die Strecke ist kurvenreich, viele Bäume stehen dicht an der Fahrbahn, entgegenkommender Verkehr ist erst spät erkennbar, die Lichtverhältnisse sind aufgrund der Baumdichte und verstärkt auftretender Nebelschwaden sehr schlecht, die Fahrbahn ist häufig durch herabfallendes Laub und Geäst verschmutzt und wird regelmäßig durch kreuzendes Wild betreten. Leider dürften manchmal auch einfach Selbstüberschätzung und Abenteuerlust bei Unfällen eine traurige Rolle spielen.

Zwar gibt es an einigen Stellen bereits Warnzeichen und Leitplanken, auch über längere Strecken. Das reicht aber nicht. Die geschilderten Unfälle ereigneten sich allesamt ausgerechnet an Stellen, die nicht durch Leitplanken abgesichert sind. Das macht es besonders tragisch. Niemand kann sagen, ob die Todesfälle der vergangenen Jahre hätten vermieden werden können, wenn sich an jenen Stellen ebenfalls Leitplanken befunden hätten – eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

Aber ich bin der Meinung, dass man nichts unversucht lassen darf und alles daran setzen muss, ein weiteres Sterben auf dieser Straße zu verhindern!

Deshalb trage ich mein dringendes Anliegen an den Träger der Straßenbaulast der Kreisstraße WÜ 29, den Landkreis Würzburg, heran: Bitte errichten bzw. ergänzen Sie auf der kompletten Strecke der Kreisstraße WÜ 29 die dort vorhandenen Leitplanken, wo immer dies möglich ist! Errichten Sie an den Ortsausfahrten von Kist und Reichenberg große und einprägsame Transparente, die die Autofahrer hier besonders vor den Gefahren dieser Strecke warnen!

Wir können nicht alle Leben retten, doch wir können es zumindest versuchen. Geld darf hierbei keine Rolle spielen. Im Gedenken, besonders an die jungen Todesopfer, bitte ich Sie von Herzen: Unterstützen Sie meine Petition! Ich zähle auf Sie!“

Beste Grüße und herzlichen Dank,
Fabian König

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