Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Millionen für neue Promotionsstellen an der Uni

Stellen für 15 Promovierende

Ein neues Graduiertenkolleg in den Lebenswissenschaften startet an der Universität Würzburg. Es bietet ab April 2017 Stellen für 15 Promovierende. Sein wissenschaftliches Thema ist das Protein Ubiquitin, das an vielen Krankheiten beteiligt ist.

Das Protein

„Ubiquitin“ so heißt ein kleines, aber lebenswichtiges Protein, das praktisch überall im Körper vorkommt. Es kontrolliert unter anderem den Abbau überschüssiger Proteine und vermittelt Signale, die die Zellteilung steuern. Fehler im Ubiquitin-System des Körpers können fatal sein, denn sie tragen zu Krebs, Infektionskrankheiten oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer bei.

Viele ungeklärte Fragen

Über welche biochemischen Mechanismen wirkt Ubiquitin, und wie machen Fehlfunktionen des Ubiquitin-Systems den Menschen krank? Danach fragt ein neues Graduiertenkolleg, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der Universität Würzburg bewilligt hat. Sein Name: „Ubiquitylierung verstehen: Von molekularen Mechanismen zu Krankheiten“. Sein Sprecher: Professor Alexander Buchberger vom Lehrstuhl für Biochemie.

Rund 4,5 Millionen Förderung

In Graduiertenkollegs arbeiten Promovierende interdisziplinär an einem gemeinsamen Oberthema und in einem strukturierten Forschungsprogramm. Die DFG fördert das neue Würzburger Kolleg ab April 2017 viereinhalb Jahre lang mit voraussichtlich rund 4,5 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Finanzierung von 15 Promotionsstellen, die demnächst international ausgeschrieben werden.

Welche Disziplinen?

An dem Graduiertenkolleg sind die Disziplinen Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie beteiligt. Die teilnehmenden Hochschullehrerinnen und -lehrer forschen im Biozentrum, im Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin, im Comprehensive Cancer Center Mainfranken und im Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Uni Würzburg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT