Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Dinge, die man vermisst, wenn man Würzburg verlässt

Gastbeitrag von Jessica Wille

Bye bye Würzburg!

Ob Studium, Job oder die Liebe: Gründe für einen Umzug in eine andere Stadt gibt es viele. Und so heißt es irgendwann für so manchen von uns: Bye bye Würzburg und hallo Großstadt! Doch sobald sich der erste Trubel rund ums Ankommen in der neuen Umgebung gelegt hat, packt sie uns früher oder später alle, die große Würzburg-Nostalgie… Und es sind nicht nur alte Freunde, Schäufele und Weinfeste, an die man gerne zurückdenkt, sondern oftmals auch kuriose Kleinigkeiten. Wir haben ein paar davon für euch ausgewählt:

Das Gedrängel auf der Alten Mainbrücke

Gebt es zu, wir rollen alle mindestens einmal am Tag mit den Augen, wenn wir die Alte Mainbrücke überqueren. Touristen, Verliebte, Familien, Radfahrer: Alle sind sie wieder da – und zwar in Massen. Die Brücke ist einfach DER Hotspot in Würzburg und natürlich immer hoffnungslos überfüllt. Doch ist man erst mal aus Würzburg weg, vermisst man sogar dieses Gedrängel und will sich manchmal am liebsten direkt an den Heiligen Kilian ketten und in bester Gesellschaft einen guten alten Brückenschoppen trinken!

Fränggisch! (und die Franken natürlich)

Ja, ja, die Franken! Als mürrisch und nicht besonders gesprächig gelten sie im Rest der Republik und auch die „fränggische“ Mundart wird häufig belächelt. Doch auch wenn sich der Durchschnittsfranke tatsächlich möglichst wortlos verständigt, schließt man ihn irgendwie doch schnell ins Herz. Denn spätestens bei einem „gude Schobbe“ blüht er „fei richddich“ auf und ist dann doch gar nicht mehr so mürrisch, wie er manchmal scheint. Am Ende vermisst man nicht nur den „gude Schobbe“ mit ihm schneller als gedacht, auch sein herzliches „Grüß Godd“, „Gschmarr“ und Bassd scho“ lassen einen doch gelegentlich nostalgisch werden.

Die Kinder-Ansagen in der Straba

Das gibt’s nun wirklich nirgendwo anders! Wer auch immer auf diese originelle Idee kam, hat Würzburg damit auf jeden Fall einzigartig gemacht. Manchmal sind es eben diese Würzburg- typischen Kleinigkeiten, die einen schmunzeln lassen und den Tag gleich ein bisschen lustiger machen.

Würzburg ist manchmal wie ein Dorf…

… aber das beste Dorf der Welt! Klar, gelegentlich schmachtet man hier nach Spätis, einem Starbucks und anderen Dingen, doch auch die hippste und coolste Metropole kann einem kaum das bieten, was Würzburg hat: die perfekte Kombination aus Provinz-Flair und den Annehmlichkeiten einer Großstadt. Man läuft jeden Tag mindestens einem bekannten Gesicht über den Weg, kann bis in die frühen Morgenstunden feiern gehen – und danach sogar zu Fuß nach Hause laufen! Deswegen kommt für Neu-Würzburger schnell ein gewisses Heimat-Gefühl auf – und auch wenn man eines Tages vielleicht wieder weggeht … Irgendwann vermisst man all diese typischen Würzburger Kleinigkeiten und wird bestimmt ein bisschen wehmütig.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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