Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ausstellung im Rathaus: Ideen für einen Festungsaufzug

Pläne seit den 80ern

Schon in den 80er-Jahren gab es Überlegungen, die Besucher mit einem Aufzug zur Festung zu befördern. Wird in Kürze das Mainfränkische Museum in das Fränkische Landesmuseum umgewandelt, ist mit größeren Touristenströmen zu rechnen. Die Stadt Würzburg zeigt daher in einer Ausstellung Ideen für einen möglichen Aufzug oder eine Bahn hoch zur Festung Marienberg. Dazu werden im Foyer des Ratssaales im Rathaus unter anderem neun Pläne präsentiert, die von Studenten der TH Deggendorf / Studiengang Bauingenieurwesen entwickelt wurden. Oberbürgermeister Christian Schuchardt eröffnet die Ausstellung kurz vor der nächsten Stadtratssitzung, am Donnerstag, 17. November, um 14.30 Uhr.

Viele verschiedene Möglichkeiten

Auf Anregung des Staatlichen Bauamtes Würzburg entwickelten Studenten der Technischen Hochschule Deggendorf / Studiengang Bauingenieurwesen in Abstimmung mit der Verwaltung der Bayerischen Schlösser, Gärten und Seen als Eigentümerin der Festung Marienberg Pläne zur barrierefreien Erschließung der Festung mittels eines Aufzugs. In dem einjährigen Projekt im Studienjahr 2013/2014 entstanden auf Basis der Pläne des Staatlichen Bauamts Planungen mit verschiedenen Aufzugsformen von vertikal, horizontal, schräg bis schienengeführt. Diese Pläne werden in der Ausstellung gezeigt. Ebenso zeigt die Ausstellung eine Auswahl von Beispielen von Standseil-, Luftseil-, Hängebahnen, Schrägaufzügen, aber auch unkonventionellen Lösungen wie Open-Air-Rolltreppen.

Die Vor- und Nachteile

Eine Aufzugslösung hätte Vorteile: die barrierefreie Erschließung der hoch über Würzburg gelegenen Festung mit Museum, eine schnelle und umweltfreundliche Verbindung und nicht zuletzt einen einzigartigen Blick über die Domstadt und damit eine weitere touristische Attraktion. Den Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber. Der Wunsch nach einem Aufzug würde viele Fragen beantworten müssen: die Höhe der Kosten, wer würde diese Bahn finanzieren, wie ließe sich eine Talstation in der räumlichen Enge im Burkarder Viertel unterbringen, wo sollte ein Parkplatz für die Nutzer des Aufzugs entstehen. Gegner einer Aufzugslösung argumentieren daher für eine verbesserte Anbindung des Shuttle-Bus-Netzes auf den Marienberg.
Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur öffentlichen Diskussion.

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 17. November, 14.30 Uhr bis 15 Uhr, die Ausstellung ist danach zu sehen bis Donnerstagvormittag, 24. November 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses, Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr im Foyer des Ratssaales, 1. Stock.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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