Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Auch im Landkreis wird wohnen teurer

Knapper Wohnraum

Nicht nur in der Stadt sind die Mieten teilweise kaum mehr zu bezahlen, nein, mittlerweile steigen die Preise auch im Landkreis Würzburg auf Rekordhöhe. Gerade weil Wohnraum in der Stadt so teuer ist, fliehen viele aufs Land. Doch auch hier ist es nun mit den günstigen Wohnungen vorbei. Da das Angebot an Wohnungen für die hohe Nachfrage verhältnismäßig gering ist, steigen die Mieten auch auf dem Land.  Laut Mainpost übernimmt für Hartz-IV-Empfänger die Kreisbehörde die Kosten der Unterkunft bis zu einer gewissen Mietobergrenze, die jetzt vom Sozialausschuss des Kreistages neu angepasst wurden. Dem Landkreis Würzburg kostet das laut Mainpost 2017 eine Viertelmillion Euro mehr.

Die Mietobergrenzen für den Landkreis Würzburg wurden laut Mainpost zuletzt im November 2014 festgesetzt. Doch gerade einmal zwei Jahre konnten diese mit der Preisentwicklung auf dem regionalen Wohnungsmarkt mithalten. In Berichten der Mainpost heißt es, dass eine Auswertung des Landratsamtes deutlich macht, dass die Mieten im Zeitraum September 2014 bis August 2016 ziemlich angestiegen sind.

Preisanstieg um acht Prozent

Insgesamt kann ein durchschnittlicher Preisanstieg von acht Prozent verzeichnet werden. So wurde laut Mainpost eine 50 Quadratmeter große Wohnung im Januar 2015 noch für 290 Euro kalt vermietet, 2016 allerdings schon für knapp 319 Euro auf dem Markt angeboten. Die aber wohl deutlichste Steigerung wird bei einer 105 Quadratmeter großen Wohnung klar. Laut Mainpost ist hier die Kaltmiete in den vergangenen zwei Jahren von 474 Euro auf 546 Euro angestiegen. Da es auch für den Landkreis Würzburg keinen Mietspiegel gibt, hat laut Mainpost der zuständige Sachbearbeiter des Landratsamtes unter anderem 1.581Wohnungsangebote aus der Tageszeitung und 1.241 Internetanzeigen ausgewertet.

Weniger Nebenkosten

Bei den Nebenkosten sieht es allerdings etwas anders aus. Hier sind die Aufwendungen für Wasser/Abwasser, Grundsteuer, Müll, Sach- und Haftpflichtversicherungen, Fernsehanschluss, Strom und Schornsteinreinigung laut Berichten der Mainpost sogar gesunken. Bei den Mietnebenkosten orientiert sich die Behörde laut Mainpost am Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes. Bisher wurden für die Nebenkosten ein Betrag von 1,16 Euro pro Quadratmeter veranschlagt, im nächsten Jahr werden es laut Mainpost nur noch 1,05 Euro sein.

Neue Mietobergrenzen

Laut Berichten der Mainpost gelten ab Januar nächsten Jahres dann für den Landkreis Würzburg folgende Mietobergrenzen (inklusive Gas und Warmwasser): Für Wohnungen bis zu einer Größe von 50 Quadratmetern – 443 Euro (bisher 404,25 Euro); Wohnungen bis 65 Quadratmeter – 537 Euro (493,40 Euro); bis zu 75 Quadratmeter – 578 Euro (550,13 Euro); bis zu 90 Quadratmeter – 677 Euro (634 Euro); Wohnungen bis zu 105 Quadratmeter – 808 Euro (714,21); bis zu 120 Quadratmeter 867 Euro (812,40 Euro) und für 135 Quadratmeter große Wohnungen wird die Mietobergrenze von bisher 914,63 Euro auf 994 Euro steigen.

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