Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Gerichtsdrama der Stunde: TERROR im Ratssaal Würzburg

Ferdinand von Schirachs Stück

Würzburg, 11. November 2016 – Der Plot polarisiert, wird zum Fernseh-Event, ist Medienthema: Ferdinand von Schirachs Stück TERROR zielt mit seinen Fragen nach Recht und Moral ins Mark einer Gesellschaft, die von Radikalisierungen, Gewalt und Terror in der Welt zutiefst verunsichert scheint.

Ab dem 20. November zeigt das Mainfranken Theater das Gerichtsdrama der Stunde an einem besonderen Ort: dem Ratssaal im Würzburger Rathaus.

Handlung

Lars Koch steht vor Gericht. Der Bundeswehrpilot wird angeklagt, eine von Terroristen entführte Passagiermaschine abgeschossen und die 164 Insassen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von Mord. Seine Verteidigung dagegen plädiert auf Freispruch: Koch habe in einer Ausnahmesituation abgewogen, indem er sich dafür entschieden habe, 70.000 Menschen in einem ausverkauften Fußballstadion – dem Anschlagsziel der Terroristen – zu retten.

Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts erlaubt das Luftsicherheitsgesetz jedoch auch bei Bedrohung nicht, ein entführtes Flugzeug abzuschießen. Der Bundeswehrpilot hat sich persönlich für „das kleinere Übel“ entschieden. Aber: Darf Leben gegen Leben abgewogen werden?

Gerichtsdrama im Würzburger Rathaus

In Ferdinand von Schirachs Stück wird das Publikum zu Schöffen, fällt Abend für Abend das Urteil. Es entscheidet, ob der Pilot schuldig im Sinne der Anklage ist oder ob er freigesprochen werden soll.

Schauspieler und Regisseur Dirk Diekmann inszeniert diese Verhandlung in der Form eines Gerichtsdramas im Ratssaal des Würzburger Rathauses – einem Ort, der durch Debatten, Verhandlungen und Kontroversen geprägt ist.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mainfranken Theaters.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT