Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Winterdienst in Würzburg

Wie funktioniert Winterdienst?

Die Stadtreiniger sorgen auch in dieser Winterperiode auf den verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen und an örtlichen Gefahrenstellen in der Stadt Würzburg für den Straßenwinterdienst. Die Winterdiensteinsätze werden nach einem strategischen, über Jahre bewährten und weiter optimierten Konzept durchgeführt.

Aufgabe der Kommunen ist es, verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen, Straßenabschnitte, Kreuzungen, Fußgängerüberwege und örtliche Gefahrenstellen zu räumen und zu streuen. Allerdings gibt es dafür Einschränkungen, nämlich Notwendigkeit, Leistungsfähigkeit und Zumutbarkeit des Winterdienstes. Dies ist im Bayerischen Straßen- und Wegegesetz geregelt (Art. 51).

Nach welchen Prioritäten erfolgt er?

Daher werden die örtlichen Straßen und Wege einschließlich der Radwege in Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen von 1 bis 3 eingeteilt. Dies entspricht den Anforderungen für die allgemeine Verkehrssicherheit an die Räum- und Streupflicht der Gemeinden, sowie der Verpflichtung zu einem wirtschaftlichen Einsatz von Haushaltsmitteln im Winterdienst. Ausgenommen von den Dringlichkeitsstufen sind reine Anliegerstraßen und Wohnwege mit weniger Verkehr, meist geringer Breite und teilweise ohne Gehwege.

Einstufung nach Prioritäten

  • Priorität 1
    Straßenwinterdienst wird durchgeführt in verkehrsbedeutenden und gefährlichen Straßen und Plätze, insbesondere Hauptstraßen, Durchgangsstraßen, Buslinien, Krankenhäuser, Schulen
  • Priorität 2
    Straßenwinterdienst wird durchgeführt in verkehrsbedeutenden Nebenstraßen und Bergstrecken
  • Priorität 3
    Kein Straßenwinterdienst für nachrangige Nebenstraßen (Wohn- und Spielstraßen, Tempo-30-Zonen, etc.)

Wann wird er nicht durchgeführt?

Der Fußgänger, Rad- und Autofahrer muss damit rechnen, dass nach 20 Uhr und vor 7 Uhr an Werktagen und vor 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen nicht geräumt oder gestreut ist. In dieser Nachtzeit greift auch der städtische Straßenwinterdienst nur in Extremfällen ein.

Wer führt ihn durch?

Für den Straßenwinterdienst in Würzburg sorgen die Stadtreiniger mit den Abteilungen Straßenreinigung und Fuhrpark unterstützt von der Fachabteilung Tiefbau aus dem Baureferat sowie dem Gartenamt und dem Fachbereich Sport. Auf Teilen der Einfallstraßen ist auch das Staatliche Straßenbauamt unterwegs.

Welche Verantwortung hat man?

Verkehrsteilnehmer müssen sich mit richtigem Schuhwerk und Winterreifen den winterlichen Bedingungen anpassen. Bei allen Bemühungen der Stadt Würzburg kann der Winterdienst den Verkehrsteilnehmern nicht die Verantwortung abnehmen, selbst besondere Vorsicht walten zu lassen.

Diese Bitte hat der städtische Winterdienst daher an alle Autofahrer:

  1. Jetzt ist die richtige Zeit zum Aufziehen der Winterreifen. Mit Winterreifen bleibt der Verkehr schon beim ersten Schnee flüssig.
  2. Eiskratzer für freie Sicht gehören jetzt ins Auto, ebenso Schneeketten für Hanglagen.
  3. Beim Parken insbesondere von Lieferwagen bitte in der Straßenmitte genü-gend Platz lassen für den Winterdienst-Lastwagen. Der Lastwagen mit seinem knapp 3 m breiten Räumschild ist deutlich breiter als ein Omnibus oder ein normaler Lastwagen mit nur 2,50 m Breite. Auch der Kurvenradius wird durch das vorgebaute Räum-schild größer.
  4. Die Winterdienstfahrzeuge benötigen eine gewisse Mindestgeschwindigkeit zum Räumen und Streuen. Deshalb die Bitte, rechtzeitig Platz zu machen. Hinter dem Räumfahrzeug ist der Weg außerdem sicherer.

Wer kümmert sich darum?

Der Winterdienst wird vom Betrieb „Die Stadtreiniger“ (Abteilung Straßenreinigung) geleitet. Zum Einsatz kommen Beschäftigte aus mehreren städtischen Bereichen:

  • Die Stadtreiniger/Abt. Straßenreinigung ca. 80 Beschäftigte
  • Die Stadtreiniger/Abt. Fuhrpark ca. 39 Beschäftigte
  • Fachabteilung Tiefbau (Baureferat) ca. 27 Beschäftigte
  • Gartenamt ca. 4 Beschäftigte
  • Fachbereich Sport ca. 3 Beschäftigte

Was müssen Anwohner beachten?

Vor jedem Anwesen muss bei Eis und Schnee eine Gehbahn von 1,50 m Breite geräumt und gestreut werden. Dabei soll nur mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden (Splitt, Granulat, Sand, Kies, Asche). Gibt es keinen Gehweg, müssen Anlieger bzw. Grundstückseigentümer die Gehbahn auf der Straße, dem Weg oder Platz anlegen. Der geräumte Schnee oder die Eisreste (Räumgut) sind neben der Gehbahn so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder wesentlich erschwert wird. Abflussrinnen, Hydranten, Kanaleinlaufschächte und Fußgängerüberwege sind bei der Räumung freizuhalten.

Soweit vor den Anwesen Haltestellen bzw. Gleiskörpern der Straßenbahn und Buslinien liegen, wird gebeten, den Schnee so zu lagern, dass die tieferliegenden Niederflurfahrzeuge nicht behindert werden. Falsch gelagerte Schneehaufen können beispielsweise Probleme beim Öffnen der Türen verursachen. Geräumt und gestreut sein muss die Gehbahn von 07.00 bis 20.00 Uhr an Werktagen und von 08.00 bis 20.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen. Verantwortlich ist der Eigentümer des Anwesens. Rechtsgrundlage für die Räum- und Streupflicht der Anlieger ist das Bayerische Straßen- und Wegegesetz, umgesetzt in der städtischen Straßenreinigungs- und –sicherungsverordnung.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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