Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Martinszug der Pfadfinder am 13. November

Treffpunkt vor der Residenz

Auch in diesem Jahr laden die Pfadfinder (DPSG Bezirk St. Kilian) wieder zum Martinszug, am 13. November durch die Würzburger Innenstadt , ein. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr vor der Residenz. Als Abschluss wird auf dem Kiliansplatz die Martinslegende aufgeführt.

Legendäre Begegnung mit Bettler

Der heilige Martin von Tours – Sankt Martin – ist der erste heilige Nichtmärtyrer, der in der Kirche öffentlich verehrt wurde. Über sein Leben unterrichtet unter anderem sein Freund Sulpicius Severus in seinen Aufzeichnungen, festgehalten schon zu Lebzeiten des Heiligen.

Die legendäre Begegnung mit dem Bettler fällt in seine Zeit als Offizier im römischen Heer noch als Ungetaufter. Martin sieht den Bettler am Stadttor von Amiens und gibt ihm die Hälfte seines Mantels. Nachts sieht Martin im Traum Jesus vor sich stehen. Jesus ist eingehüllt in Martins roten Mantel und spricht: „Martin, der erst auf dem Weg zur Taufe ist, hat verstanden: Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Gott dienen

Mit 18 Jahren empfängt Martin die Taufe und verlässt die Armee; er will Gott mehr dienen als dem kaiserlichen Befehlshaber. Als junger Geistlicher stellt sich Martin zuerst in den Dienst des Bischofs von Poitiers. Dieser muss wegen Glaubensstreitigkeiten der jungen Kirche, die angesichts der neuen Stellung der Kirche plötzlich auch Folgen für die Einheit des Reiches haben, vorübergehend fliehen. Nach einer Missionstätigkeit in Pannonien entschließt sich Martin, als Einsiedler zu leben und so Gott näher zu kommen. 360 gründet er bei Poitiers das erste Mönchskloster in Gallien. Im Jahre 371 schließlich wird er von der großen Mehrheit der Diözese gedrängt, den Bischofssitz von Tours anzunehmen.

Erinnerung in vielen Bräuchen

In vielen Bräuchen lebt die Erinnerung an Sankt Martin fort und hat seinen Tod weit überdauert. Im weltweiten kirchlichen Abendgebet heißt es deshalb an diesem Tag: „O unvergleichlicher Mann! Die Mühsal des Lebens konnte dich nicht bezwingen, der Tod dich nicht besiegen!“ Bei den Laternen-Umzügen der Kinder rund um den Sankt Martinstag erklingen meist die Lieder: „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und „Ich geh’ mit meiner Laterne“.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des POW und der Pfadfinder DPSG Bezirk St. Kilian.

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