Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Halloween 2016: Bilanz der Unterfränkischen Polizei

230 Einsätze in der Halloween-Nacht

UNTERFRANKEN. Trotz der überwiegenden Zahl an friedlich Feiernden hat das Treiben rund um Halloween auch in diesem Jahr der Unterfränkischen Polizei einiges an Mehrarbeit beschert.

Von 230 Einsätzen, die die Beamten in der Nacht zum 1. November zu bewältigen hatten, hatten rund 90 einen Bezug zu Halloween.

„Horror-Clowns“

Damit hat sich in diesem Bereich ein Anstieg zu den beiden Vorjahren (2014: 60, 2015: 40) ergeben.

Bedauerlicherweise spielten auch „Horror-Clowns“ eine Rolle. Die Polizei leitete Strafverfahren ein.

Sachbeschädigungen und Ruhestörungen

Daran, dass die Schwerpunkte auch diesmal im Bereich der Sachbeschädigungen und Ruhestörungen lagen, hat sich nichts geändert.

Die polizeilichen Einsätze waren über ganz Unterfranken verteilt, wobei sich ein regionaler Schwerpunkt im Bereich Bayerischer Untermain ausmachen ließ.

Erneut war zum Teil auch reichlich Alkohol bei den Feiernden im Spiel.

Elf Körperverletzungsdelikte

Eine erste Übersicht über das Halloweengeschehen weist u.a. elf Körperverletzungsdelikte, ebenso viele Sachbeschädigungen und 24 Ruhestörungen aus.

Bei den Sachbeschädigungen ging es wie auch in den Vorjahren oft um Eier, die an Hauswänden landeten, und beschädigte Briefkästen oder Mülltonnen.

Friedlicher Zombie-Walk

Festzustellen war auch, dass in einigen Fällen erneut verbotenerweise Knallkörper im Spiel waren. In Würzburg hatten etwa 350 Teilnehmer an dem sogenannten „Zombie-Walk“ teilgenommen.

Dieser verlief ohne besondere Vorkommnisse.

„Horror-Clown“ mit Schlagstock

Wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Bedrohung ermittelt die Polizei gegen einen 29-Jährigen. Er war gegen 20.00 Uhr in der Kitzinger Bismarckstraße zwei Frauen als „Horror-Clown“ verkleidet und mit einem Schlagstock gegenübergetreten.

Eine der beiden Frauen stürzte und verletzte sich leicht. Die Kitzinger Polizei nahm den Tatverdächtigen kurze Zeit später vorläufig fest und mit zur Dienststelle. Dort musste er sich u.a. eine erkennungsdienstliche Behandlung gefallen lassen.

Wie der Tatverdächtige auf die Idee kam, dass es sich bei seiner Handlung „nur“ um einen Spaß gehandelt haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Auch einigen weiteren und weniger folgenschweren Mitteilungen über mögliche als „Horror-Clowns“ verkleidete Personen ging die Polizei nach.

58-Jährige angegangen

Im Würzburger Stadtteil Lengfeld ging ein mit einer sogenannten „Vendetta“ Maske bekleideter Unbekannter an einem Zigarettenautomat in der Odenwaldstraße eine 58-Jährige an und forderte die Herausgabe ihrer Geldbörse.

Nachdem Passanten aufmerksam geworden waren, türmte der etwa 30-Jährige und 180 Zentimeter große Tatverdächtige. Der mit ausländischem Akzent sprechende Täter trug darüber hinaus einen hellfarbenen Parka.

Wer Hinweise zur Identität des Mannes geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 bei der Kripo Würzburg zu melden.

„Soldat“ mit Waffen

In Aschaffenburg sorgte ein als Soldat verkleideter 18-Jähriger gegen 19.45 Uhr für einen Polizeieinsatz. Er war mehreren Personen aufgefallen, als er sich am Regionalen Omnibus Bahnhof mit zwei Langwaffen und einer Pistole ausgestattet herumtrieb.

Letztlich stellte sich heraus, dass es sich um sogenannte Softairwaffen handelt. Die Polizei stellte die täuschend echt aussehenden – und gerade auch deswegen gefährlichen – Gegenstände sicher und ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Mehrarbeit für Polizei

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass die Unterfränkische Polizei auch dieses Jahr wieder einiges an Mehrarbeit wegen der Halloweenfeiern zu bewältigen hatte.

Für einige der Feiernden dürfte die Nacht zum 1. November somit auch in unangenehmer Erinnerung bleiben, weil gegen sie Ermittlungsverfahren eingeleitet werden mussten.

Großes Lob

Ein ausgesprochenes Lob sprechen die unterfränkischen Ordnungshüter all denjenigen aus, die Halloween zwar ausgelassen, allerdings so gefeiert haben, dass sie mit dem Gesetz nicht in Konflikt gekommen sind.

Dass es auch so geht, hat im Übrigen die überwiegende Zahl der Halloweenbegeisterten unter Beweis gestellt.

Vor allem die zahlreichen Gruppen unserer kleinsten Halloweenfreunde, die in Begleitung von Erwachsenen durch die Straße liefen, hatten sicher ihre Freude und hoffentlich eine gute Ausbeute an Süßigkeiten.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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