Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der Würzburg Atlas ist erhältlich

Neues Standardwerk

Am Institut für Geographie und Geologie der Universität Würzburg ist in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg ein neues Standardwerk über die älteste Stadt Frankens entstanden: Der „Atlas Würzburg“. Er bietet einen umfassenden und zugleich unterhaltsamen Blick auf die Stadt am Main.

4 Jahre harte Arbeit

Vier Jahre des Planens und der konzentrierten Arbeit, 71 Autoren, gut 100 Mitarbeiter, 71 Karten, zahlreiche farbige Abbildungen und großformatige Fotos sowie jede Menge anspruchsvolle Texte: Das sind die Rahmendaten des neuen „Atlas Würzburg“ – eines Werks zum Nachschlagen und Stöbern, das einen Überblick über den Wandel der Stadt in ihrer mehr als 1300-jährigen Geschichte bietet. Am Freitag, 28. Oktober, haben die Herausgeber das Werk im Rahmen eines Festakts im Toscanasaal der Residenz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dem Leser nahe kommen

„Wir wollen Bücher machen, die dem Leser nahe kommen, bei denen der Leser sagt: ‚Das hat mit mir zu tun‘“: Mit diesen Worten erklärte Verleger Hejo Emons den Festgästen im Toscanasaal, warum sein Verlag nun schon den zehnten Stadt-Atlas produziert hat. Der Atlas Würzburg sei solch ein Buch. Mit seiner „einzigartigen Verbindung von Karten mit Texten und Fotos“ spreche er alle an Würzburg Interessierten an, vom Schüler bis zum Senioren.

Würzburg bietet viel

Professor Barbara Hahn, Inhaberin des Lehrstuhls für Geographie III der Universität Würzburg, hatte die Federführung bei dem Projekt. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, sagte Hahn in ihrem Grußwort. Immerhin sei Würzburg die kleinste Stadt in der Atlas-Reihe des Emons-Verlags, und sie sei sich nicht sicher gewesen, ob diese Stadt genug Themen biete für solch ein umfangreiches Werk. Jetzt, nach der Fertigstellung, sieht sie die Angelegenheit anders: „Es gibt genügend Stoff, der sogar für einen zweiten Band reichen würde.“

Eine Odyssee der sehr erfreulichen Art

Märkte im Mittelalter, Spuren der jüdischen Gemeinde, das Stadtklima im Zeichen des Klimawandels, das Arbeiterviertel Grombühl, die Semmelstraße, Abfalldienste, Festivals, Gastronomie und und und: Der „Atlas Würzburg“ begibt sich auf Spurensuche in die reiche Vergangenheit und die spannende Gegenwart Würzburgs. Mit seinen detailreichen und anschaulichen Karten macht er die Stadt in all ihren Facetten erlebbar – von Besiedlung und Verkehr über Natur und Tourismus bis zu Wirtschaft und Architektur, Weinbau, Fischerei, Sport und sehr viel mehr.

Kein Wunder, dass Mitherausgeber und Autor Professor Roland Baumhauer, Inhaber des Lehrstuhls für Geographie I, sich beim ersten Blättern beinahe verirrt hat. Auf der Suche nach wirtschaftlichen Daten sei er bei Karten zu Mord-Schauplätzen in Würzburg hängen geblieben, dann bei Kapiteln über Meefischli, Stiftungen und Steinbrüche. Eine „Odyssee der sehr erfreulichen Art“ sei diese erste Begegnung mit dem neuen Atlas gewesen, so Baumhauer in seinem Grußwort im Toscanasaal. Das Buch sei ein „herausragender Wissens- und Erkenntnisspeicher“, der zudem beim Lesen und Schmökern viel Vergnügen bereite.

Beispielhafte Kooperation

Unter der Federführung des Instituts für Geographie und Geologie der Universität Würzburg haben Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Bürgerschaft in einer beispielhaften Kooperation an der Entstehung des Atlas‘ mitgewirkt. Wissenschaftler und Studierende aus den verschiedensten Fachbereichen der Universität, praxisorientierte Mitarbeiter der Stadtverwaltung und fachkundige Bürger haben dabei zusammengearbeitet und ihr Wissen und ihre Kompetenz aus Forschung und Praxis beigesteuert.

Von einer „beispiellosen Publikation, die eine neue Perspektive auf Würzburg bietet“ sprach deshalb Oberbürgermeister Christian Schuchardt in seinem Grußwort. Der Atlas sei „ein Werk, das unserer Wissenschaftsstadt gerecht wird – inspirierend, akademisch fundiert und sachkundig.“ Es beantworte Fragen, die sich viele Leser zuvor noch gar nicht gestellt hätten.

Begleitende Ausstellung

Wer sich selbst einen Eindruck von dem Atlas Würzburg verschaffen möchte, hat dazu in den kommenden Wochen Gelegenheit:

Am Mittwoch, 2. November, wird um 16.00 Uhr eine Ausstellung im Foyer des Rathauses (1. Stock) eröffnet. 20 Poster mit Karten, Bildern und Texten aus dem Stadtatlas geben Einblick in ausgewählte Themen zu Geschichte und aktueller Entwicklung Würzburgs. Die Ausstellung wird bis 23. November im Rathaus und vom 28. November bis 21. Dezember in den Räumen der Sparkasse Mainfranken, Hofstraße 7 zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

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