Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Betrug mit Paketzustellern

Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

KÜRNACH, LKR. WÜRZBURG UND HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Ein 34-jähriger mutmaßlicher Betrüger ist der Polizei am Freitagmittag ins Netz gegangen. Der Mann hatte unter falschen Personalien mehrere Handys bestellt und wollte sich diese an einer ebenfalls gefälschten Lieferadresse aushändigen lassen. Kurze Zeit später klickten jedoch die Handschellen.

Am späten Freitagvormittag hatte sich ein Bürger aus Kürnach über Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken wegen eines Betrugsversuchs gemeldet.

Ablauf

Als eine Streife der Polizeiinspektion Würzburg-Land vor Ort war, stellte sich folgender Sachverhalt heraus: Ein Paketzusteller war gegen 11.30 Uhr vor dem Wohnhaus des Kürnachers erschienen und wollte seine Lieferung in Form von drei Mobiltelefonen ordnungsgemäß bei der angegebenen Lieferadresse zustellen.

Noch bevor der Kurier bei dem Wohnhaus klingeln konnte, stellte sich ihm ein Mann im Vorgarten des Anwesens als der Adressat vor und wollte das Paket entgegennehmen.

Da der Zusteller misstrauisch wurde, verweigerte er dem Mann die Aushändigung der Lieferung und klingelte an der Haustüre der Lieferanschrift. In diesem Moment bestieg der angebliche Kunde einen Pkw und fuhr davon. Wie sich in der Folge im Gespräch mit dem tatsächlichen Hausbewohner herausstellte, hatte dieser die Mobiltelefone im Wert von mehreren hundert Euro nie bestellt.

Fahndung

Nachdem sich der Paketzusteller geistesgegenwärtig das Kennzeichen des mutmaßlichen Betrügers, der sich auch noch mit gefälschten Papieren ausgewiesen hatte, merken konnte, leiteten die Beamten sofort eine Fahndung nach dem Wagen ein. Eine Streife der Aschaffenburger Verkehrspolizei konnte den Mercedes schließlich auf der A3 bei Hösbach aufnehmen und den Fahrer vorläufig festnehmen.

Gegen den 34-Jährigen wird jetzt u.a. wegen Betrugsverdachts und Urkundenfälschung ermittelt. Außerdem prüfen die Beamten, inwiefern der Beschuldigte für weitere gleichgelagerte Taten in Frage kommen könnte.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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