Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Deutschlands finanzielle Lage – Weltspartag

Risiko ist keine Option

„Die Sparerinnen und Sparer in Deutschland sind trotz Niedrigzinsphase nicht bereit, für eine höhere Rendite bei ihrer Geldanlage auch mehr Risiko in Kauf zu nehmen. 70 Prozent lehnen dies rundweg ab, nur zehn Prozent können sich vorstellen, höhere Risiken einzugehen. Das ist ein Ergebnis des Vermögensbarometers 2016, einer Studie zum Sparverhalten der Deutschen, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) im Vorfeld des Weltspartages heute in Berlin vorgestellt hat.

Sicherheitsbedürfnis steigt

Dazu passt auch, dass das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung bei der Geldanlage noch einmal deutlich gestiegen ist. Nannten 2015 noch 50 Prozent die Sicherheit als eines der drei wichtigsten Kriterien, so entfallen 2016 sogar 57 Prozent der Nennungen darauf, gefolgt von Flexibilität (40%) und Verfügbarkeit (36%). Die Rendite liegt mit 22 Prozent (2015: 27%) nur noch auf Platz fünf.

Ablehnung von Zwangs-Vergemeinschaftung

Grund für das hohe Sicherheitsbedürfnis der Menschen seien die Auswirkungen der politischen Diskussion um eine Zwangs-Vergemeinschaftung der europäischen Einlagensicherungen. Fahrenschon: „Wir haben bereits einheitliche Standards in Europa. Die darüber hinausgehende Zwangs-Vergemeinschaftung der Mittel wird nicht nur von den Sparkassen und deren Kunden, sondern auch von den meisten Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, wie beispielsweise Handel, Handwerk und Industrie, abgelehnt.“

Immobilie zum Vermögensaufbau

Das hohe Sicherheitsbedürfnis der Bundesbürger zeigt sich auch in der weiter steigenden Beliebtheit der selbstgenutzten Immobilie. 59 Prozent der Befragten sprechen ihr die höchste Eignung für den Vermögensaufbau zu. Das sind noch einmal sechs Prozentpunkte mehr als 2015. Der langfristige Vergleich zeigt den Trend zur Immobilie noch deutlicher. Seit 2007 – also kurz vor Ausbruch der Finanzkrise – ist die Zahl derer, die die eigenen vier Wände als zum Vermögensaufbau geeignet bezeichnen, um über 100 Prozent gestiegen.

Mehr Schulden für Immobilien

Um sechs Prozentpunkte auf 81 Prozent gestiegen ist der Anteil derer, die sich für eine Immobilie verschulden würden – sogar verbunden mit der Bereitschaft zu einem höheren Verschuldensanteil. So geben 28 Prozent der Befragten an, gegebenenfalls bis zu einem Anteil von 80 Prozent des Kaufpreises Schulden aufnehmen zu wollen – gegenüber 21 Prozent im Vorjahr. Etwas geringer liegt mit 43 Prozent (2015: 48 %) der Anteil derer, die sich bis zu einer Höhe von 60 Prozent des Kaufpreises verschulden würden.“

Informationsquelle

Der DSGV veröffentlicht jährlich zum Weltspartag das Vermögensbarometer. Hierfür hat die icon Wirtschafts- und Finanzmarktforschung GmbH, Nürnberg, im Frühsommer 2016 1.810 Menschen befragt. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage fasst die Publikation „Die Deutschen und ihr Geld“ zusammen.

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auch in unserem DSGV Blog unter http://blog.dsgv.de/.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Sparkasse Mainfranken Würzburg.

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