Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Bistum Würzburg legt Finanzdaten 2015 vor

Veränderung der Zahlen

Das Bistum Würzburg hat die Finanzdaten 2015 der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg bei der jüngsten Sitzung des Diözesansteuerausschusses vorgestellt. Die Diözese verzeichnet in der Jahresbilanz 2015 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Die Erträge stiegen gegenüber 2014 um neun Prozent auf 205 Millionen Euro, die in Personal und betriebliche Aufwendungen flossen. Die Kirchensteuer macht zirka 88 Prozent der Erträge aus und lag 2015 bei 181 Millionen Euro.

Im Internet einsehbar

Dank der Beiträge der Kirchensteuerzahler könne die Diözese Würzburg auf solider Basis ihr vielfältiges Engagement für die Menschen finanzieren, sagte Bischöflicher Finanzdirektor Albrecht Siedler. „Der Jahresfehlbetrag macht deutlich, dass die Diözese Würzburg verlässlich an ihren längerfristigen Zielen festhält, auch wenn wegen kurzfristiger Schwankungen ein Rückgriff auf Reserven nötig wird.“

Die Bilanzen der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls sind im Internet unter www.finanzen.bistum-wuerzburg.de veröffentlicht. Sie zeigen das Anlage- und Umlaufvermögen von Diözese und Bischöflichem Stuhl für 2015 auf und nennen Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Sie sind aus dem Rechnungswesen abgeleitet und dem Handelsrecht angenähert. Erstmals wurden die Jahresbilanzen im Jahr 2014 veröffentlicht.

Finanzen der Diözese Würzburg 2015

Bei der Diözese Würzburg – ohne deren Einrichtungen, die selbst bilanzieren – wird zum 31. Dezember 2015 das Eigenkapital mit rund 100,7 Millionen Euro beziffert. Außerdem sind auf der Passivseite Verbindlichkeiten von 18,7 Millionen Euro aufgeführt. Dem stehen ein Anlagevermögen von knapp 81,6 Millionen Euro und ein Umlaufvermögen von weiteren 37,8 Millionen Euro gegenüber.

Für das Jahr 2015 beliefen sich die Erträge der Diözese Würzburg auf 205 Millionen Euro, davon kamen 181 Millionen Euro aus der Kirchensteuer und 24 Millionen Euro aus sonstigen betrieblichen Erträgen. Hierzu zählen beispielsweise Leistungen des Staates (10,5 Millionen Euro) sowie Kostenerstattungen (6,7 Millionen Euro). Hinzu kommen knapp 3,4 Millionen Euro aus dem Finanzergebnis (zum Beispiel Zinsen und Dividenden).

Auf der Ausgabenseite stehen 111,5 Millionen Euro für das Personal und 100,3 Millionen Euro für betriebliche Aufwendungen, hiervon 85,6 Millionen Euro für Zuwendungen an kirchliche Rechtsträger. Insgesamt weist die Rechnung 2015 für das Bistum Würzburg einen Jahresfehlbetrag von knapp 3,8 Millionen Euro auf.

Finanzen des Bischöflichen Stuhls 2015

Die auf der Passivseite der Bilanz des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg ausgewiesenen Rückstellungsverpflichtungen betragen 306 Millionen Euro. Davon sind allein 264 Millionen Euro für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen notwendig. Weiter kommen sonstige Rückstellungen in Höhe von 42 Millionen Euro hinzu. Die Verbindlichkeiten betragen fast 19 Millionen Euro und setzen sich zusammen aus Darlehensverbindlichkeiten von rund 15 Millionen Euro und Verbindlichkeiten aus Treuhandvermögen von rund vier Millionen Euro.

Gesamtvermögen rund 380 Millionen

Auf der Aktivseite steht dem ein Gesamtvermögen von rund 380 Millionen Euro gegenüber. Der Anstieg in der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr liegt vor allem darin begründet, dass für ausgewählte Versorgungszusagen von Priestern eine bankfinanzierte Rückdeckungsversicherung mit einem Einmalbeitrag in Höhe von knapp elf Millionen Euro abgeschlossen wurde. Dabei beläuft sich das Finanzanlagevermögen auf 280 Millionen Euro, das Sachanlagevermögen – der Ertragswert der Grundstücke und Gebäude – auf weitere knapp 34 Millionen Euro.

Außerdem zählt das Umlaufvermögen mit 66 Millionen Euro zur Aktivseite, wozu bilanzierte Darlehen, zumeist an kirchliche und karitative Rechtsträger, sowie Guthaben bei Kreditinstituten zählen. Somit ergibt sich ein Eigenkapital des Bischöflichen Stuhls von 55 Millionen Euro, das sich um rund zwei Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2014 erhöht hat.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Ordinariats Würzburg.

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