Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Max Bruch: Das Lied von der Glocke

Friedrich Schillers Gedicht

„Wo rohe Kräfte sinnlos walten“, „drum prüfe, wer sich ewig bindet“, „jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn“

Diese Redewendungen stammen aus Friedrich Schillers Gedicht „Das Lied von der Glocke“, das zu den wohl bekanntesten Gedichten in der deutschen Literatur zählt. Generationen lernten es in der Schule auswendig.

„Bestes Werk seines Lebens“

Max Bruch (1838-1920) hat den Text in überschwänglich romantischer Tonsprache zu einem weltlichen Oratorium in Musik gesetzt und bezeichnete es als ‚das beste Werk seines Lebens‘.

Dieses Oratorium wurde 1949 zur 100-Jahr-Feier des Würzburger Sängervereins aufgeführt. Der Oratorienchor Würzburg unter der Leitung von Matthias Göttemann bringt nun nach über fünfzig Jahren „Das Lied von der Glocke“ wieder in die Mainfrankenmetropole.

Klanggewaltig

Das berühmte Gedicht und die wunderbare Musik sprechen Leser wie Hörer unmittelbar und emotional an. Der Vorgang des Glockengießens wird mit verschiedenen Stationen und Situationen im Leben der Menschen in Verbindung gebracht, z.B. der ersten Liebe/Hochzeit, der Geburt eines Kindes, Gewitter, Revolution, Tod – Anlässe, zu denen oft Glockengeläute erklingt.

Diese bewegten Bilder in der Musik von Max Bruch mit packenden Rezitativen, mitreißenden Soli und pathetischen Chören sollen ein chorsymphonischer Höhepunkt werden.

Veraltetes Gesellschaftsbild

Das von den großen Volkschören des 19. Jahrhunderts überaus geschätzte Werk war bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein Hit. Dann wurde es vergessen, wohl auch deswegen, weil der Text, von der Musik geradezu überhöht, ein veraltetes Gesellschaftsbild glorifiziert: soziale Klassen, starre Rollenverteilung von Mann und Frau, Obrigkeitsgehorsam gegenüber einer Monarchie. Haben wir in Deutschland inzwischen all das überwunden?

Der Oratorienchor Würzburg, die Thüringen Philharmonie, Solisten und Dirigent Matthias Göttemann nähern sich diesem Stück wie einer Oper, schlüpfen in verschiedene Rollen und möchten Ihnen eine lebendige Interpretation dieser Rarität präsentieren.

Informationen

  • Wann: Sonntag 6.11.2016 18:00 Uhr
  • Wo: Johanniskirche Würzburg
  • Karten im Vorverkauf (25, 20 und 15 €, für Schüler/ Studenten 20, 15 und 7 €) über karten@oratorienchor-wuerzburg.de, www.oratorienchor-wuerzburg.de
  • Vorverkauf beim Musikhaus Deußer, Karmelitenstraße 34, 97070 Würzburg, Tel. 0931 80474750 Restkarten an der Abendkasse (Zuschlag 2 €/ Karte) ab 45 Minuten vor Konzertbeginn Veranstalter: Würzburger Sängerverein 1847 e.V.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Oratorienchors Würzburg. 

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