Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Höhepunkte des Mainfranken Theater – Spielplans

Im Spannungsfeld von Recht und Moral: Terror

Ein brandaktuelles Thema greift das Stück Terror von Ferdinand von Schirach auf (Premiere: 20. November). Im Fokus der Handlung steht ein Bundeswehrpilot, der wegen der Tötung von 164 Menschen angeklagt ist. Er hat eine von Terroristen entführte Passagiermaschine abschießen lassen, um einen Anschlag auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu verhindern. Das Luftsicherheitsgesetz erlaubt es jedoch auch bei Bedrohung nicht, ein entführtes Flugzeug abzuschießen. Das Urteil wird vom Publikum selbst gefällt: Ist der Angeklagte schuldig — oder soll er freigesprochen werden? Nach Arbeiten für Schauspiel und Musiktheater inszeniert der Schauspieler und Regisseur Dirk Diekmann dieses Gerichtsdrama im Ratssaal des Würzburger Rathauses.

Weihnachtskomödie: Messias

Der englische Dramatiker und Comedian Patrick Barlow greift in seiner Satire Messias (Premiere: 24. November) auf liebevolle Art die Weihnachtsgeschichte auf. Denn genau diese wollen die beiden Schauspieler Bernhard und Theo mit all ihren Rollen und Schauplätzen auf die Bühne bringen. Dabei hilft ihnen die erfolglose Operndiva Frau Timm. Zwischen genialen Momenten der Schauspielkunst und persönlichen Pannen begegnen die beiden Protagonisten oft unbeholfen, aber aufrichtig ihren jeweiligen Figuren und erfahren deren Sorgen hautnah.

Inszeniert wird das Stück von Schauspieler Herbert Schäfer, der hierfür erstmals in das Regiefach wechselt. Schäfer war bereits in diversen Film- und TV-Produktionen wie beispielsweise Scheidung für Fortgeschrittene oder auch im Tatort zu sehen. Sein Debüt als Schauspieler am Mainfranken Theater gab er in der aktuell laufenden Produktion Ich Zarah oder das wilde Fleisch der letzten Diva.

Klassiker der Kinderliteratur: Die kleine Hexe

Ein echter Klassiker der Kinderliteratur feiert am 13. November seine Premiere am Mainfranken Theater. Die kleine Hexe von Otfried Preußler verhandelt auf unterhaltsame Weise moralische Fragen und macht Mut, zu sich selbst zu stehen. Der 1957 erschienene Kinderroman erzählt die Geschichte der kleinen Hexe, die bei der Walpurgisnacht nicht mitfeiern darf, da sie erst 127 Jahre alt ist – und damit viel zu jung, um mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zu tanzen. Inszeniert wird die Aufführung für alle Besucher ab fünf Jahren von Catja Baumann, die als freie Regisseurin tätig ist und zuletzt unter anderem in Mannheim, Karlsruhe und Salzburg Regie führte.

Die Entführung aus dem Serail von Mozart

Nach Idomeneo zeigt das Mainfranken Theater mit Die Entführung aus dem Serail (Premiere:27. November) bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ein Werk Mozarts. In Die Entführung aus dem Serail geraten die spanische Edeldame Konstanze, ihre Zofe Blonde und deren Geliebter Pedrillo in die Gefangenschaft des vom Christentum zum Islam konvertierten Bassa Selim. Konstanzes Verlobter Belmonte macht sich auf den Weg zur Rettung der Gefangenen und plant gemeinsam mit Pedrillo die Entführung der Damen aus dem Serail.

Doch sie haben die Rechnung ohne den Aufseher Osmin gemacht, der mit Argusaugen über die Ungläubigen wacht. Regisseurin Sigrid Herzog war bis 2015 Vizedirektorin der renommierten Otto-Falckenberg-Schule und führte unter anderem schon am Volkstheater Wien, am Staatstheater Wiesbaden und an den Theatern in Augsburg, Bremen und Freiburg Regie.

Zum letzten Mal: Idomeneo

Am 12. November hebt sich ein letztes Mal der Vorhang für Idomeneo in der Inszenierung von Stephan Suschke. Die Meisteroper von Wolfgang Amadeus Mozart verbindet Elemente der antiken Tragödie mit einem bürgerlichen Liebesdrama und stellt die Titelfigur Idomeneo vor einen scheinbar unlösbaren Konflikt.

Geburtstagsspecial: Happy Birthday, altes Haus!

Am 4. Dezember feiert das Mainfranken Theater das 50-jährige Bestehen seines Neubaus nach dem Krieg. Mit Richard Wagners Meistersingern von Nürnberg wurde 1966 das im Krieg zerstörte Würzburger Theater im neuen Gebäude an der Theaterstraße wiedereröffnet. Seitdem hat das Haus mehr als 1.000 Produktionen in Musiktheater, Schauspiel und Ballett erlebt und beinahe zehn Millionen Besucher angelockt.

Mit einem abwechslungsreichen Programm werden Solisten aller Sparten des Hauses sowie das Philharmonische Orchester diesen Geburtstag feiern, an Highlights der zurückliegenden 50 Jahre erinnern und Perspektiven für die Zukunft zeigen. Geplant ist auch ein Wiedersehen mit ehemaligen Künstlern. Zugleich steht das Geburtstagsfest im Zeichen der Zukunft des Gebäudes, welches kurz vor seiner Renovierung steht.

Weihnachts- und Feiertagsprogramm

In der Adventszeit öffnet sich im Rahmen von Oh Du Fröhliche! vom 1. bis 23. Dezember immer donnerstags und freitags um 15:30 Uhr ein Türchen. Alle Kinder ab drei Jahren dürfen gespannt sein, welche Überraschungen sich dahinter verbergen. Das Programm des 25. Dezember lockt mit dem Ballett Die Päpstin von Anna Vita. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gibt es vormittags Die kleine Hexe und abends die Oper Die Entführung aus dem Serail.

Zu einem beschwingten Abend im Zeichen der großen Melodien aus Operette und Oper laden das Philharmonische Orchester und seine Gesangssolisten Anja Gutgesell und Daniel Fiolka beim Konzert zum Jahreswechsel am 30. Dezember und 1. Januar ein. An Silvester kann zwischen dem Schauspiel Ich Zarah oder das wilde Fleisch der letzten Diva (Doppelvorstellung) mit vielen bekannten Hits von Zarah Leander und der Weihnachtskomödie Messias in der Kammer gewählt werden.

Musikalische Höhepunkte

Beim 2. Sinfoniekonzert am 10. und 11. November in der St. Johanniskirche spielt das Philharmonische Orchester Würzburg Werke von Haydn und Mendelssohn Bartholdy. Mit dabei sind unter anderem die Sopranistin Silke Evers, Johannes Mauer (Trompete) sowie der Chor und Extrachor des Mainfranken Theaters.

In der Vorweihnachtszeit (11. Dezember) erwarten die Zuhörer beim 2. Kammerkonzert Arien und Triosonaten aus der Barockzeit. Das auf Originalinstrumenten musizierende Barockensemble hat sich für dieses Konzert die Unterstützung von Sopranistin Maximiliane Schweda gesichert, die 2006 im Bundeswettbewerb von Jugend musiziert in der Kategorie ‚Duo Kunstlied‘ den Sieg holte.

Auch in der aktuellen Spielzeit wird es in Kooperation mit dem Kino Central eine orchesterbegleitete Stummfilm-Aufführung geben. Auf einer Leinwand im Großen Haus wird am 13. Dezember Charlie Chaplins Lichter der Großstadt (City Lights) gezeigt, während gleichzeitig das Philharmonische Orchester live die Originalmusik aus dem Jahr 1931 einspielt.

Terminüberblick

  • Workshop zum Ballett Die Päpstin –> 9.11.
  • 2. Sinfoniekonzert –> 10. & 11.11.
  • Zum letzten Mal: Idomeneo –> 12.11.
  • Premiere: Die kleine Hexe –> 13.11.
  • Premiere: Terror –> 20.11.
  • Premiere: Messias –> 24.11.
  • Premiere: Die Entführung aus dem Serail –> 27.11.
  • W-Café –> 30.11.
  • Happy Birthday, altes Haus! –> 4.12.
  • 2. Kammerkonzert –> 11.12.
  • Filmkonzert: Lichter der Großstadt –> 13.12.
  • Konzert zum Jahreswechsel –> 30.12. & 1.1.

Viele weitere Produktionen, Termine, Informationen und Tickets im Internet unter www.mainfrankentheater.de bzw. www.mainfrankentheater.de/webshop. Theaterkasse: Tel. (+49931)/3908-124 | karten@mainfrankentheater.de.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mainfranken Theaters.

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