Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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3. Regionalkonferenz der Region Mainfranken GmbH

 „Vielfalt als Chance für Mainfranken“

Durch den voranschreitenden demografischen Wandel zeigt sich zunehmend, dass die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens und der örtlichen Infrastruktur vom Zuzug neuer Bürger und deren langfristiger Bindung an die Kommune abhängt. Gerade für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Kommunen im ländlichen Raum sind eine aktive Neubürgergewinnung und eine offensive Anerkennungskultur von zentraler Bedeutung. Die erfolgreiche Integration vor Ort ist ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor.

Miteinander auf Augenhöhe

Um die Bedeutung dieser zentralen Zukunftsaufgabe zu unterstreichen, hat die Gesellschafterversammlung der Region Mainfranken GmbH am 13.10.2016 eine Vielfaltserklärung verabschiedet. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit einer Anerkennungskultur im Sinne eines „Miteinanders auf Augenhöhe“. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung geeigneter Strukturen und Angebote im Umgang mit der Vielfältigkeit der Menschen in Mainfranken sowie der darin liegenden Chancen. Bei der heutigen 3. Regionalkonferenz in Rügheim wurde deutlich, dass viele mainfränkische Akteure dies bereits erkannt und entsprechende Maßnahmen ins Leben gerufen haben.

Integration von Neubürgern

Mit der übergreifenden Initiative »Mainfranken – main daheim«, unterstützt die Region Mainfranken GmbH die mainfränkischen Gemeinden bei der Integration von Neubürgern. So werden in Kooperation mit mainfränkischen Kommunen konkrete Instrumente für die Begegnung und Beratung der Neubürger entwickelt. Durch eine umfassende Analyse der verwaltungsinternen Abläufe und Identifikation von Schnittstellen innerhalb der Verwaltung werden gemeinsam mit der Verwaltungsspitze und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen die relevanten Dienstleistungsprozesse optimiert. Hierzu gehören etwa Mitarbeiterschulungen, um die interkulturelle Kompetenz zu stärken.

Mainfranken hat großes Potenzial

In ihrem Grußwort wies Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm darauf hin, dass Mainfranken großartige Potenziale biete. „Herausforderungen werden wir mit Mut und Optimismus angehen. Integration ist ein gemeinsamer Weg“, unterstrich Landtagspräsidentin Stamm.

Potenzialorientierte Integrationspolitik

Auf dem Podium diskutierten die Referentin Dr. Bettina Reimann (Deutsches Institut für Urbanistik) mit Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und Bürgermeister Wolfgang Borst über die Bedeutung einer potenzialorientierten Integrationspolitik. In einem war man sich einig: Für eine erfolgreiche Integration sind nicht alleine und primär die vorhandenen Wohnungen (Leerstand), sondern die bestehenden Integrationsangebote (Sprachkurse, medizinische Versorgung, soziale Betreuungsangebote, Jobs) ausschlaggebend.

Lösungen und Angebote

Beim anschließenden Informationsmarkt präsentierten u.a. die IHK, die HWK, das Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft (bbw), die Neubürgerlotsen des Landkreises Schweinfurt und die Hofheimer Allianz erprobte Lösungen und konkrete Angebote.„Ich freue mich, dass es unter dem Dach der Region Mainfranken GmbH und durch das Mitwirken vieler Schlüsselakteuren gelungen ist, diesen wichtigen Öffnungsprozess in unserer Region zu unterstützen.“, resümiert Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Region Mainfranken.

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