Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Verdacht der versuchten Tötung: Bremsschlauch durchgeschnitten

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

PARTENSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. Bereits in der vergangenen Woche hat ein Unbekannter an einem Pkw offenbar mutwillig einen Bremsschlauch beschädigt. Nachdem die Besitzerin mit dem Fahrzeug losgefahren war, konnte sie es gerade noch rechtzeitig durch Betätigung der Handbremse zum Stillstand bringen.

Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Bremsen ohne Wirkung

Nach den vorliegenden Erkenntnissen muss sich die Tat am „Müsselberg“ im Zeitraum zwischen dem 11.10.2016, 22.00 Uhr, und dem 12.10.2016, 11.45 Uhr, ereignet haben. Als die Besitzerin am Mittwoch der vergangenen Woche mit ihrem Wagen losfuhr, bemerkte sie sofort, dass die Bremsen zunächst nur spärlich und kurz darauf überhaupt nicht mehr reagierten.

Da sie an einem steilen Hang wohnt, drohte das Fahrzeug den Berg hinab zu rollen. Die Fahrerin reagierte aber richtig, zog die Handbremse und brachte das Fahrzeug gerade noch rechtzeitig zum Stehen. In der Folge stellte die Frau fest, dass der Bremsschlauch an ihrem Pkw durchgeschnitten war.

Zeugen gesucht

Erst am Montag wurde der Vorfall bei der Polizeiinspektion Lohr zur Anzeige gebracht. Da der Verdacht besteht, dass der bislang unbekannte Täter den Tod der Fahrzeugbesitzerin zumindest billigend in Kauf genommen hat, wurden die Ermittlungen inzwischen von der Kriminalpolizei Würzburg übernommen.

Ermittelt wird neben des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts auch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

Bei der Aufklärung der Tat setzt der Sachbearbeiter nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat in der vergangenen Woche, von Dienstag auf Mittwoch, am „Müsselberg“ eine verdächtige Person festgestellt?
  • Wer hat in diesem Bereich irgendetwas Verdächtiges wahrgenommen, das mit der Tat im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Zeugen werden dringend gebeten, sich mit der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 in Verbindung zu setzen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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