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Interkulturelles Teamtraining an der FHWS

Integration der internationalen Studierenden

Regelmäßig zu Beginn des Semesters planen die Verantwortlichen der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt die optimale Integration von bis zu sechzig Austauschstudierenden, sog. Incoming Students in den beiden englischsprachigen Studienschwerpunkten International Business und General Management.

Die ausländischen Studierenden arbeiten gemeinsam mit ihren deutschen Studienkollegen in Praxisprojekten oder Gruppenarbeiten zusammen. Um das vorgegebene Projektziel zu erreichen, ist das Arbeiten in Teams mit unterschiedlichen Aufgaben unerlässlich. Während bereits rein deutschsprachige Teams mit den üblichen Kommunikationsproblemen kämpfen, kommen bei international zusammengesetzten Teams neben der Sprache unterschiedliche kulturell bedingte Verhaltensweisen dazu, die Einfluss auf die Teamprozesse haben.

Teamtraining in der Rhön

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und gleichsam die ausländischen Studierenden bestmöglich in das Semester zu integrieren, haben sich die Studiengangleiter Professor Dr. Manfred Kiesel und Dr. Rainer Wehner ein interkulturelles Teamtraining arrangiert. Dieses zweitägige, englischsprachige Projektseminar fand im Rhöniversum, einer Jugendbildungsstätte in Oberelsbach in der Rhön statt. Durch diesen Arbeitsansatz kann erreicht werden, dass die Gruppen in kürzester Zeit zu einem Team zusammenwachsen und sie die Aufgaben gemeinsam bewältigen.

Entdecken von Stärken und Schwächen

Unter der Leitung von Professor a.D. Dr. Ulrich Porzelt und seinem Trainerteam wurde die Gruppe für jede Aufgabe in kleine, unterschiedlich zusammengesetzte Teams aufgeteilt, die die vorgegebene Projektaufgabe lösen. Neben der Sprache waren es insbesondere die kulturbedingten Verhaltensweisen, die bei der Bewältigung der Aufgaben offensichtlich wurden und zum interkulturellen Lernerfolg der Studierenden beitragen.

Bereits nach kurzer Zeit gelangten die einzelnen Gruppen zu der Erkenntnis, dass das Projektziel nur im Team und durch intensive Kommunikation erreicht werden konnte. Ein weiteres Ergebnis war, dass Diversität (die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen) kein Nachteil, sondern ein Vorteil im Hinblick auf die kreative Umsetzung ist – ein Trend, der sich zunehmend auch in der Zusammensetzung von Managementteams wiederfindet. Durch gemeinsame Reflexionen im Anschluss an die Übungen konnten die teilnehmenden Studierenden Rückschlüsse auf die persönlichen Stärken und Schwächen ziehen.

Aus Fremden wurden Freunde

Das Feedback des zweitägigen Seminars war sehr positiv: Dabei wurde neben neuen Erkenntnissen im Bereich Kommunikation und Projektmanagement mehrfach erwähnt, dass man als Gruppe von Fremden angekommen sei und nun als Gemeinschaft zurückfahre. Dr. Rainer Wehner resümiert: „Neben einer erfolgreichen Integrationsmaßnahme war dieses Seminar eine hervorragende Einstimmung auf das spätere Arbeitsleben in einer international zusammengesetzten Fachabteilung eines Unternehmens.“

Besonderheit der FHWS

Die Fakultät setzt diese Teamtrainings bereits seit langen erfolgreich in den meisten Studiengängen und Studienschwerpunkten ein, um Studierende in den Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung und des Projektmanagements zu trainieren und weiterzuentwickeln. „Nur wenige andere Hochschulen setzen so konsequent teamorientierte Trainings ein, um Studierende auf die Herausforderungen in der Praxis vorzubereiten. Das ist ein echtes Differenzierungsmerkmal, auf das wir stolz sind.“ freut sich Dekan Professor Dr. Harald Bolsinger.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS Würzburg-Schweinfurt.

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