Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Helmholtz-Institut kommt nach Würzburg

Es ist offiziell

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die Ansiedlung eines Helmholtz-Instituts an der Universität Würzburg beschlossen. Dort sollen Infektionskrankheiten erforscht und neue Therapieansätzen entwickelt werden.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig wird in enger Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) ein neues Helmholtz-Institut mit Sitz in Würzburg aufbauen. Das hat der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft jetzt beschlossen.

RNA-Forschung

Im neuen Helmholtz- Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) sollen sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA) und deren Rolle in Infektionsprozessen untersucht werden. RNAs werden ein enormes Potenzial als Angriffspunkte für Medikamente und auch als Therapeutika selbst zugesprochen. Neue Technologien sollen dieses Potenzial jetzt erschließen.

Großes Innovationspotenzial

„Ich freue mich außerordentlich, dass der Senat der Etablierung des Helmholtz-Instituts für RNA- basierte Infektionsforschung zugestimmt hat“, sagt Professor Dirk Heinz, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. „Mit dem neuen Institut erschließen wir ein Forschungsfeld, das ein großes Innovationspotenzial für neue Diagnostika und Therapien von Infektionskrankheiten bietet.“ Darüber hinaus lobt Heinz die gute Zusammenarbeit mit der JMU in der Vorbereitungsphase des HIRI.

Erweiterung des außeruniversitären Umfelds

Professor Alfred Forchel, Präsident der JMU, zeigte sich hocherfreut über diese hochkarätige Erweiterung des außeruniversitären Umfelds. „Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung ist ein außerordentlich wichtiger Baustein für die Stärkung des außeruniversitären Umfelds der JMU und wird in enger Wechselwirkung mit dem Zentrum für Infektionsforschung Ausgangspunkt international einmaliger Forschungsarbeiten sein.

Die Universität dankt allen tatkräftigen Förderern im Landtag, ich nenne hier stellvertretend die Landtagspräsidentin Barbara Stamm, und der bayerischen Staatsregierung für die großartige Anschubfinanzierung, durch die die herausragende Leistungsfähigkeit der Würzburger Lebenswissenschaften und hier ganz besonders des wissenschaftlichen Federführers Prof. Dr. Jörg Vogel gezielt weiter entwickelt wird.“

Ideales Umfeld in Würzburg

In Würzburg trifft das neue Institut auf ein ideales Umfeld: An der Universität forschen Wissenschaftler am Zentrum für Infektionsforschung (ZINF) auf dem gleichen Gebiet; sie arbeiten schon jetzt hochgradig interdisziplinär und international vernetzt und genießen international höchste Anerkennung.

Bereits 2014 begannen die Planungen für das HIRI, das ausgearbeitete Konzept wurde dann Ende Mai dieses Jahres von einem internationalen Gutachtergremium als herausragend bewertet. Nachdem nun der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft einer möglichst schnellen Implementierung des HIRI zugestimmt hat, muss im November noch der Aufsichtsrat die Einrichtung des Instituts beschließen.

Erstes Helmholtz-Institut in Unterfranken

Für Bayerns Wirtschafts- und Technologieministerin Ilse Aigner gibt es am Erfolg des neuen Helmholtz-Instituts in Würzburg keine Zweifel: „Im bayerischen Haushalt haben wir die finanziellen Voraussetzungen für die Aufbauphase des Instituts in Höhe von über 46 Millionen Euro geschaffen, weil wir von dem Vorhaben absolut überzeugt sind.

Es freut mich ganz besonders, dass diese Wertschätzung von der hochrangig besetzten Auswahlkommission geteilt wurde und dass Unterfranken fortan kein Helmholtz-freier Regierungsbezirk mehr sein wird“. Neben den bayerischen Landesmitteln könnten weitere 4,9 Millionen Euro an Bundesmitteln für Großgeräte eingeworben werden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

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