Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Vortragsreihe Psychoanalyse und das Fremde

Transdisziplinäre Vortragsreihe

Eine Einführung in die Psychoanalyse bietet eine von Studierenden initiierte und organisierte transdisziplinäre Vortragsreihe. Das Semesterthema lautet in diesem Jahr: „Psychoanalyse und das Fremde“. Start ist am Mittwoch, 19. Oktober.

Psychoanalyse für größeres Publikum

Die Tradition, die Lehre und die Kritik der Psychoanalyse stehen im Mittelpunkt einer Vortragsreihe, die in diesem Wintersemester an der Universität Würzburg läuft. Organisiert von Studierenden der Humanwissenschaften der Universität, ist es ihr Ziel, die Psychoanalyse transdisziplinär zu beleuchten und einem größeren Publikum näher zu bringen.

Neuer Diskurs

„Nicht nur an psychologischen, sondern auch an pädagogischen und sonstigen humanwissenschaftlichen Instituten in Deutschland ist die Psychoanalyse immer seltener zu finden“, klagen die Organisatoren. Zwar würden die Neurowissenschaften mit ihren bildgebenden Methoden psychoanalytische Konzepte vom Bewusstsein des Menschen bestätigen; ihre Befunde zur Natur des Unbewussten könnten jedoch von der experimentellen Psychologie nur unzureichend beantwortet werden. All dies belebt nach Ansicht der Studierenden den Diskurs um die Psychoanalyse wieder.

Austausch ist gefordert

Eine einseitige Betrachtung, Idealisierung oder gar Ideologisierung der Psychoanalyse dürfe es dabei nicht geben. Stattdessen sei ein „fachlicher und frischer transdisziplinären Austausch“ zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und Studierenden gefordert. „Die Psychoanalyse ist keine sterbende Kuh, aber auch kein goldenes Kalb“, darüber sind sich die Initiatoren einig.

Für Studierende und Interessierte

Die Vortragsreihe richtet sich sowohl an Studierende der Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt als auch an die Öffentlichkeit und damit an alle, die sich für die Psychoanalyse als psychologische Metatheorie, klinisches Psychotherapieverfahren, Kulturwissenschaft oder als politische Wissenschaft und Gesellschaftstheorie interessieren. Im Anschluss an die etwa einstündigen Vorträge wird Zeit für Fragen und Diskussionen gegeben.

Ein besonderer Stellenwert kommt der pädagogischen Dimension der Psychoanalyse und die Anwendungen der Psychoanalyse auf die Sonderpädagogik und Bildungswissenschaft zu.

Zeit und Ort

Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 20.15 Uhr im Psychologischen Institut am Röntgenring 10 (Seminarraum 219) statt.

Das Programm

  • 19. Oktober: „Eröffnungsvortrag: Psychoanalyse und Fremdheit“ (Pierre-C. Link, Max W. Kinninger & Alexander Schubmann, Universität Würzburg)
  • 26. Oktober: „Tiefenpsychologische Schulen – ein Überblick“ (Pierre-C. Link, Max W. Kinninger & Alexander Schubman, Universität Würzburg)
  • 2. November: „Seelenkrankheitslehre und Literatur um 1800: Hofmann und Alienation“ (Prof. Wolfgang Riedel, Universität Würzburg)
  • 9. November: „Lacans ‚grand Autre‘. Zur strukturalistischen Wendung von Freuds Psychoanalyse-Konzept“ (Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Universität Würzburg)
  • 16. November: „Fremd im eigenen Land“ (PD Dr. Robert Ziegler, Universität Würzburg)
  • 30. November: „Das Fremde, eine Spur. Ein phänomenologischer Ansatz“ (Diego D´Angelo, Universität Würzburg)
  • 7. Dezember: „Verletzlichkeit wagen? Warum Heterogenität gesellschaftlich umstritten ist“ (Prof. Dr. Hildegund Keul, Deutsche Bischofskonferenz)
  • 11. Januar 2017: „Die Assimilation des Fremden – Überlegungen zur Borderline-Organisation einer schwer traumatisierten Patientin“ (Prof. Dr. Heinz Weiß, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/M.)
  • 25. Januar 2017: „Der Prozess der Identitätskonstitution bei jugendlichen Flüchtlingen“ (Davide Torrente, Pädagogische Hochschule Karlsruhe)

Als GSiK-Programmpunkt anerkannt

Die Vorträge im Wintersemester 2016/17 sind von dem Projekt GSiK – Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz anerkannt. Studierende können die Vorträge im Rahmen des GSiK-Zertifikats besuchen – wie auch das Seminar „Pädagogik der Fremde: Transdisziplinäre, transkulturelle und tiefenpsychologische Leitimpulse für sonderpädagogische Beratung“.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg.

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