Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mein Studienstart in Würzburg – Teil 2: WG-Casting

Ein anonymer Gastbeitrag einer angehenden Studentin über ihren neuen Lebensabschnitt in Würzburg.

40 Minuten für den perfekten Mitbewohner

Nachdem ich meinen eigenen Wohnungseinzug hinter mich gebracht hatte, standen nun also die WG-Castings an. Natürlich wollte ich versuchen, die Bewerber so gut es geht kennenzulernen, also entschied ich mich gegen eine Massenbesichtigung und lud stattdessen alle sechs Leute einzeln ein. Für jeden plante ich etwa 40 Minuten Zeit ein – in der Hoffnung, dass das für eine halbwegs ausreichende Einschätzung reichen würde.

Studium, Hobbys, Reisen

Ein wenig aufgeregt öffnete ich Kandidatin Nummer eins die Tür. Vor mir stand ein kleines, zierliches Mädchen mit dunkelbraunen Haaren. Sie begrüßte mich freundlich, sah sich in der Wohnung um und setzte sich anschließend mit mir an den Küchentisch.

Mein Studienstart: Die Zimmersuche

Wir begannen uns nett zu unterhalten – über Studium, Hobbys und Reisen – und als alle Standardthemen abgeklappert waren, kam die erste unangenehme Stille auf. Schnell versuchte ich noch ein paar Fragen zu Essgewohnheiten oder Putzplänen hinterher zu schieben, um die Situation etwas zu aufzulockern. Nach exakt 36 Minuten schloss ich hinter ihr die Wohnungstür.

Kurze Kennenlernphase

Relativ ähnlich verliefen danach auch die fünf weiteren Castings. Klar, mit manchen verstand ich mich auf Anhieb etwas besser als mit anderen, aber so wirklich einschätzen, konnte ich im Nachhinein niemanden. Wie auch? Wir hatten uns ja bloß eine halbe Stunde miteinander unterhalten! Hätte ich bei einigen meiner heutigen Freunde nur eine solch kurze Kennenlernphase bekommen, wären daraus vermutlich niemals überhaupt Freundschaften entstanden. Der erste Eindruck gibt nun mal doch nicht all zu viel über eine Person preis.

Netflix-Accounts statt Küchengeschirr

Auch auffallend waren die materiellen Angebote der Bewerber: Statt Toaster oder Küchenutensilien prahlte der Großteil der Leute mit Netflix-Accounts oder Spielekonsolen, die sie mit in die WG einbringen könnten. Nach langem hin und her überlegen, entschied ich mich schlussendlich für einen der männlichen Bewerber – auch wenn diese Entscheidung definitiv mit Skepsis verbunden war! Besonders groß ist die Wohnung nun wirklich nicht, da fiel mir die Vorstellung, diese künftig mit einem quasi fremden Jungen zu teilen, doch noch ein wenig schwer. Vor allem nachdem ich erfuhr, dass dieser auch noch eine Freundin hat – das kann ja was werden.

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