Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Das macht die Würzburger traurig

Nicht alles ist perfekt

Wir Würzburger lieben unsere Stadt und nur die wenigsten wollen hier weg. Wir haben schließlich nachweislich mit das beste Wetter in ganz Deutschland, guten Wein und so vieles mehr. Aber perfekt ist eben doch nicht alles! Vor Kurzem haben wir deshalb mal bei Facebook gefragt, was die Würzburger eigentlich traurig macht.

Bahnhof

Rund um den Bahnhof war es echt mal schön. Wir hatten Kiliansbrunnen und Luipolddenkmal und das hat ganz schön was her gemacht. Leider ging der Prinzregent nach dem Krieg verloren und das Denkmal wurde bis heute nicht wieder aufgebaut. Dafür gibt es jetzt die Pavillons, die schon Kult sind, jetzt aber schon teilweise abgerissen wurden und bald erneuert werden. Was jedoch weiterhin bleibt, aber bei vielen jeden Tag Entsetzen hervorruft, sind Bus- und Fernbusbahnhof. Besonders der Fernbusbahnhof ist so gut wie nicht existent und total unübersichtlich.

Kaiserstraße

Geht man weiter Richtung Innenstadt denken sich viele Würzburger nur „Früher war alles besser…“ Naja so verallgemeinern kann man das auch wieder nicht, aber die Kaiserstraße hatte in den 80er Jahren sicher eine bessere Zeit. Heute gibt es keine Eisdiele und kein Kino mehr und das Ganze erinnert irgendwie an eine nicht enden wollende Baustelle.

Innenstadt

In der Innenstadt angekommen beherrschen Ladenketten das Stadtbild. Traditionsgeschäfte schließen und die Stadt verliert immer mehr ihren Charakter. Auch teilweise schlecht platzierte Neubauten tragen dazu bei, weil sie sich nicht dem Stadtbild anpassen – das finden jedenfalls viele Würzburger. Ebenso verschwindet das Grün immer häufiger aus den Straßen und schöne Gebäude sind rein aus Sicherheitsgründen sogar eingerüstet.

Ganz klar, das Thema „Wohnen“ macht wirklich viele Würzburger und zukünftige Würzburger traurig. Wohnungen sind in den meisten Wohngebieten dank eines fehlenden offiziellen Mietspiegels der Stadtverwaltung unbezahlbar. An Studentenwohnheimen mangelt es und Familien werden immer weiter an die Ränder der Stadt gedrängt.

Mobilität

Will man mal nicht nur in die Innenstadt fahren, sondern nach Lengfeld, Lindleinsmühle, Versbach, Höchberg, Gerbrunn oder Rottendorf, lässt die Straba einen im Stich. Das Liniennetz wurde immer noch nicht ausgebaut und auf Autos ist man zwangsläufig angewiesen. Ein weiterer Punkt, der Würzburger traurig macht.

So vermissen viele auch ein gutes Park and Ride System. Also ein Dauerparkticket für einen Parkplatz außerhalb, mit dem man dann Bus und Straßenbahn benutzen kann und nicht die sowieso schon viel zu begrenzten und überteuerten Parkmöglichkeiten in der Innenstadt nutzen muss. In anderen Städten könnte man jetzt das Fahrrad nutzen, aber auch das ist in Würzburg mit den wenigen Fahrradwegen, laut unseren Fans, nur schlecht möglich.

Konzerte

Ein weiterer Punkt, der ganz oben auf der „Traurigkeits-Skala“ steht, ist das Fehlen einer Multifunktionshalle. Bei so vielen jungen Leuten in Würzburg sollten hier eigentlich gute Events am laufenden Band statt finden aber viele Künstler machen wegen der schlechten Auftrittsbedingungen einen Bogen um die Stadt. Das Ende vom Lied: Man muss bis nach Nürnberg, Frankfurt oder München, um Konzerte von Rihanna und Co. besuchen zu können.

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