Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

25. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Religion macht Geschichte

„Geschichte ist spannend, wenn man sich aktiv mit ihr beschäftigt.“ Mit diesen Worten gab die Würzburger Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake für Unterfranken den Startschuss zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Bis zum 28. Februar 2017 können Schülerinnen und Schüler bis 21 Jahren zum Thema „Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ in ihren Familien, Gemeinden und Lokalarchiven forschen. Das Thema der 25. Ausschreibung dieses ältesten Schülerwettbewerbs in Deutschland böte einen aktuellen, an- und aufregenden Anlass sich mit der Vergangenheit analytisch oder kreativ auseinanderzusetzen, so die Bürgermeisterin.

Grabe, wo du stehst

Bei ihrer Arbeit werden die jungen Geschichtsforscherinnen und -forscher von Archiven, Bibliotheken, Museen und Experten unterstützt. Wichtig sind auch Lehrkräfte und Eltern als Tutoren, die weiterhelfen, wenn es hakt. „Die Abteilung fränkische Landesgeschichte der Universitätsbibliothek Würzburg bietet mit 225.000 Titeln breite Forschungsansätze“, versprach Gastgeberin Dr. Eva Pleticha-Geuder den anwesenden Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Thema, Geschichte und Bezug zur eigenen Region bieten einen niederschwelligen Einstieg für die jungen Forscherinnen und Forscher: „Grabe, wo du stehst!“, forderte der Regionalkoordinator des Geschichtswettbewerbs, Jörg Nellen, alle Interessierten in Unterfranken auf und bot eine breite methodische und inhaltliche Unterstützung an.

Themen finden

Die Archive, Museen und Bibliotheken in Unterfranken haben einen Katalog von möglichen Forschungsthemen zusammengetragen. In den Stadtarchiven von Alzenau und Würzburg kann man zur Geschichte der gemeinsamen Nutzung von Kirchen durch Katholiken und Protestanten forschen, Das Staatsarchiv Würzburg macht Lust auf die Untersuchung von Faschingsbrauchtum, Auswanderung aus Glaubensgründen und Hexenverfolgung.

In Bad Kissingen und Schweinfurt ist das Zusammenleben beider Konfessionen ein mögliches Forschungsgebiet. Aber auch die Geschichte islamischer Gemeinden, religiöser Bräuche, wie das Turmblasen in Langendorf bei Schweinfurt, die Geschichte moderner Kirchenbauten wie St. Alfons von 1954 in Würzburg oder der Streit um Bekenntnisschule und Gemeinschaftsschule in den 1960ern können Wettbewerbsbeiträge anregen.

Lohn der Mühe

Natürlich gibt es Preise zu gewinnen. Die Hamburger Körber-Stiftung lobt im Auftrag des Bundespräsidenten 550 Preise zwischen 100 € und 2000 € für das beglückend anstrengende Geschichtsforschen aus. „Doch der eigentliche Gewinn für alle ist und bleibt die eigentliche Teilnahme“, so Bürgermeisterin Schäfer-Blake.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

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