Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Kontrolle eines Kleintransporters: 2.500 Plagiate sichergestellt

Tatverdächtige festgenommen

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Zuge der Schleierfahndung haben Beamte der Aschaffenburger Verkehrspolizei am Donnerstagmittag rund 2.500 Plagiate sichergestellt. Darunter befanden sich alleine etwa 2.000 Uhren namhafter Hersteller wie „Chanel“ oder „Gucci“. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt. Auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft wurden die beiden Tatverdächtigen vorgeführt.

Gegen 11.30 Uhr war der Kleintransporter aus dem Raum Recklinghausen, der in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war, auf der A3 bei Hösbach ins Visier der Autobahnfahnder geraten. Bei der Kontrolle der beiden Insassen und des Fahrzeuginnenraums stellte sich heraus, dass der Ford Transit beinahe randvoll mit gefälschter Luxusmarkenware war.

Luxusmarken

Im Detail handelte es sich um gut 2.000 Uhren – Plagiate der Hersteller „Gucci“, „Luis Vuitton“, „Chanel“, „Dolce&Gabbana“, „Armani“ und „Guess“. Außerdem fanden sich knapp 200 Bekleidungsstücke, wie z.B. T-Shirts von „Ralph Lauren“, „Boss“ und „Givenchy“ sowie Geldbörsen und Baseballkappen. Alleine der Verkaufswert der Uhren im Original dürfte sich gewiss auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt. Die beiden Tatverdächtigen im Alter von 41 und 22 Jahren wurden festgenommen und verbrachten die Nacht in Haftzellen. Die weiteren Ermittlungen übernahm noch am Donnerstag die Kripo Aschaffenburg.

Verstoß gegen das Markengesetz

Auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft wurden die Festgenommen von Kriminalbeamten wegen des dringenden Verdachts eines Vergehens nach dem Markengesetz am Freitagvormittag beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Würzburg vorgeführt.

Dieser lehnte den Erlass der Haftbefehle ab, weil dem 41-jährigen Fahrer nicht zu widerlegen war, dass er bis zur Kontrolle keine Kenntnis vom Inhalt der Ladung hatte. Gegen den Mitbeschuldigten wurde der Haftgrund der Fluchtgefahr verneint. Die Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg dauern an.

Dieser Artikel beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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