Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

IHK würdigt 102 Prüfungsbeste Auszubildende

Herausragende Leistungen

In der Karl-Knauf-Halle hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt am 05.10.2016 die 102 Prüfungsbesten aus ganz Mainfranken ausgezeichnet. Die Absolventen haben in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf herausragende Leistungen in der Berufsabschlussprüfung erzielt.

102 der Bayern-Besten

„Sie haben unter Beweis gestellt, dass man mit Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fleiß bereits zu Beginn der beruflichen Karriere vorwärts kommt.“, begrüßte IHK-Präsident Otto Kirchner die Absolventen und ihre Angehörigen sowie die Ausbilder aus den Betrieben und gratulierte zu einer außerordentlichen Leistung. Insgesamt haben 4.335 junge Menschen die Winterprüfung 2015/2016 und die Sommerprüfung 2016 absolviert. Zwölf der 102 Prüfungsbesten gehören sogar zu den Bayern-Besten in ihrem Beruf.

Guter internationaler Stand

Besonders stolz könnten die Absolventen darauf sein, dass sie mit einem IHK-Abschluss national wie international sehr gut aufgestellt sind, so Kirchner. Die deutsche IHK-Organisation bietet bundesweit einheitliche und somit vergleichbare Prüfungen an, was Qualität und Transparenz der Abschlüsse gewährleistet. Die deutsche duale Berufsausbildung sei ein Qualitätsmerkmal und genieße auch im Ausland ein sehr gutes Ansehen.

Gleichwertig zu akademischen Abschlüssen

Dass Aus- und Weiterbildung eine gleichwertige Alternative zu akademischen Abschlüssen bieten, geht auch aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hervor. Demnach bekommt mehr als jeder vierte Meister und Techniker (28 Prozent) einen höheren Stundenlohn als ein Durchschnittsakademiker. Unternehmen schätzen vor allem die Kompetenzen von Fortbildungsabsolventen, also von Meistern, Technikern, Fach- und Betriebswirten.

Gut ausgebildete Fachkräfte werden für die Unternehmen allerdings zunehmend zur Mangelware. Das zeigt auch die Entwicklung der Ausbildungszahlen bei der IHK Würzburg-Schweinfurt: Bis Ende September hat die mainfränkische Wirtschaftskammer 3.656 neue Ausbildungsverträge registriert – das sind 168 Ausbildungsverträge oder 4,4 Prozent weniger als zum Stichtag im Vorjahr.

Akademisierung wird zum Problem

„Die demografische Entwicklung und der Trend zur Akademisierung werden es den Betrieben in den nächsten Jahren immer schwerer machen, Ausbildungsplätze mit Wunschbewerbern zu besetzen.“, so der IHK-Präsident bei der Auszeichnungsfeier. Ausbildungsbetriebe müssten deshalb unabhängig von ihrer Größe ihre Anstrengungen im Ausbildungsmarketing verstärken. Neben der Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen sei dabei auch der Auftritt in den sozialen Medien von immer größerer Bedeutung.

Einsatz der IHK

Die IHK unterstützt die Unternehmen aktuell durch eine bayernweite Werbekampagne „Elternstolz“ und das Projekt „Ausbildungsscouts“, um die zahlreichen Vorteile einer dualen Ausbildung öffentlich deutlich zu machen. Den Absolventen empfiehlt Kirchner, sich zwar über den Abschluss und die guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu freuen, aber am Ball zu bleiben und sich weiterzubilden. Neben der Möglichkeit, sich bei der IHK für ein Weiterbildungsstipendium zu bewerben, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel auch die Möglichkeit, Meister-BAföG in Anspruch zu nehmen.

Lob für Betreuer von Ehrenämtern

Der spezielle Dank an diesem Abend galt den Ausbildern aus den Betrieben und den Lehrern der Berufsschulen. Sie sichern als Partner in der „Dualen Ausbildung“ gemeinsam die Qualität der Ausbildung. Lob zollte Kirchner auch den fast 2.500 ehrenamtlichen Fachleuten in den IHK-Prüfungsausschüssen aus den Unternehmen und den Berufsschulen. „Ohne das Prüferehrenamt könnte die duale Ausbildung nicht umgesetzt werden.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK.

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