Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wo selbst der Teufel Gutes stiftet – 700 Jahre Bürgerspital

Stadtverführung 2016

Eine altehrwürdige Würzburger Einrichtung feiert 700 Jahre Gründungsjubiläum: Die Stiftung Bürgerspital wurde einst von wohlhabenden Würzburgern zur Pflege bedürftiger Menschen gegründet. Große Zustiftungen – unter anderem der Brüder Rüdiger und Wölflin Teufel – ermöglichten dem Spital, seine Insassen angemessen zu versorgen. Daher der bekannte Ausspruch: „In Würzburg stiftet sogar der Teufel Gutes!“

Der Heilige Geist, der im Glockenspiel überm Weinhaus thront, hielt schon immer schützend seine Flügel über der sozialen Einrichtung mit seinem Pfründnerwesen. Durch Zustiftungen in Form von Weinbergen hat sich das Spital über die Jahrhunderte auch zu einem bedeutenden Ort der Weinproduktion entwickelt. Heute ist das Weingut Mitglied des renommierten VDP und mit 120 Hektar Rebfläche eines der größten in Deutschland.

Das Bürgerspital

Bis in die Gegenwart hinein bleibt das Bürgerspital seinem Stiftungsauftrag treu und ist caritativ tätig: Es betreibt mehrere Seniorenheime und -wohnstifte und ein Geriatriezentrum mitten in der Stadt. Der Gang durchs Spital führt vom historischen Innenhof in die Kirche und über die Reha-Klinik in die tiefen Keller des Weinguts hinab.

Dort sind spannende Geschichten über legendäre Weine zu hören. Hinter Panzerglas lagert in der Schatzkammer nämlich eine Sensation! Wer in diesen Mauern mal einen Schoppen zuviel trinkt, muss jedenfalls kein schlechtes Gewissen haben: Denn mit jeder verkauften Flasche Wein tut er eine gute Tat und unterstützt das soziale Engagement der Stiftung!

Info zur Führung

Sonntag, 09. Oktober 2016, 15:00 Uhr

Treffpunkt: Bürgerspital, Historischer Innenhof
Gästeführerin: Sonja Wagenbrenner, Tel. 0931 88075933
Dauer: ca. 1,5 Std., Teilnahmegebühr: 5,- €/Person

Das Gesamtprogramm der Stadtverführungen ist als Flyer u.a. im Falkenhaus erhältlich. Informationen gibt es auch auf der homepage: www.wuerzburger-gaestefuehrer.de

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung vom Würzburger Gästeführer e.V.

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