Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Streit zwischen Ex-Lebensgefährten eskaliert

20-Jährige mit Messer verletzt

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Während des laufenden Betriebs hat sich am Montagabend in einem Lokal eine mutmaßliche Beziehungstat ereignet. Unter anderem soll ein 24-Jähriger seine Ex-Lebensgefährtin mit einem Messer verletzt haben. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Tathergang

Dem Sachstand nach hat sich die Tat in dem Imbiss in der Luitpoldstraße gegen 17.40 Uhr ereignet. Offenbar hatten sich die Ex-Lebensgefährten dort zu einer Aussprache getroffen. Während des Gesprächs soll der 24-Jährige plötzlich ein Messer gezogen und seine ehemalige Partnerin damit bedroht haben. Aus bislang noch unbekannten Gründen habe der Mann die Frau dazu aufgefordert, ihn in den Keller des Lokals zu begleiten. Auf dem Weg dorthin ergriff sie jedoch die Flucht und rannte zur im Erdgeschoss befindlichen Theke.

Im Beisein von Zeugen soll der Mann dort seine Ex-Freundin angegriffen und verletzt haben. Er soll mehrfach mit dem stumpfen Messer in der Hand Stichbewegungen in Richtung des Rückens der Geschädigten durchgeführt haben. Die 20-Jährige ging bei dem Angriff zu Boden. Erst als die Angestellten eingriffen und den Tatverdächtigen entwaffneten, habe er von seinem Opfer abgelassen. Die Zeugen setzten den Notruf ab und hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Festnahme im Lokal

Die Beamten der Polizeiinspektion Marktheidenfeld nahmen den Tatverdächtigen noch in dem Lokal vorläufig fest. Im Thekenbereich stellten die Polizisten auch das stumpfe Küchenmesser sicher, welches der 24-jährige bei der Tatausführung verwendet haben soll. Glücklicherweise erlitt die Frau bei dem Vorfall nur leichte und oberflächliche Verletzungen.

Ermittlungen

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts übernahm in der Folge die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Würzburger Staatsanwaltschaft. Auf deren Anordnung wurde der Tatverdächtige am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Würzburg vorgeführt.

Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes und der Gefährlichen Körperverletzung. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der 24-Jährige, der dem Sachstand nach ohne festen Wohnsitz ist, in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Dieser Artikel beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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