Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ein Bürgerfest für die Krebstherapie der Zukunft

Fest des Lebens

Am Sonntag, dem 9. Oktober 2016, veranstaltet der Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. am Unteren Markt und in der Rückermainstraße in Würzburg ein Bürgerfest, dessen Erlöse vollständig dem Würzburger Crowdfunding-Projekt „Dein Immunsystem wird deine Waffe gegen Krebs“ zugutekommen. Das „Fest des Lebens“ verbindet Unterhaltung und kulinarische Genüsse mit Informationen zum Wissenschaftsstandort Würzburg im Allgemeinen und der aktuellen lokalen Krebstherapieforschung im Speziellen.

Breites Programm

„Ein Bürgerfest soll die Gemeinschaft und die Gemeinsamkeit stärken – in unserem Fall im Kampf gegen den Krebs. Es soll aber auch Freude und Spaß machen. Das Bürgerfest Anfang Oktober in Würzburg tut beides. Deshalb habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft über dieses ‚Fest des Lebens‘ übernommen“, sagt Barbara Stamm.

Die Präsidentin des Bayerischen Landtags bezieht sich dabei auf eine Veranstaltung, die der Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. mit vielen Partnern für den 9. Oktober 2016 auf die Beine gestellt hat. „An jenem Sonntag mischen sich am Unteren Markt und der angrenzenden Rückermainstraße Unterhaltung, Information und die Förderung der Würzburger Krebsforschung“, umreißt Gabriele Nelkenstock, die Gründerin des für seine einfallsreichen Benefizaktionen bekannten Vereins, das Event.

Showbühne und kulinarische Köstlichkeiten

Für beste Unterhaltung sorgt ein buntes Programm für die ganze Familie. Neben Attraktionen für die Kleinen, wie Hüpfburg, Kinderschminken sowie Aktions- und Spielstände, gibt es auf einer Bühne am Unteren Markt ein facettenreiches Show- und Musikangebot. Mit dabei sind die Volksrockband „Die Partyvögel“, die Bläserklasse des Musikvereins Greussenheim und die Tanzgarde Veitshöchheim. Die Schlagerband „Die Rossinis“ wird in gewohnter Weise mitten im Publikum spielen. Außerdem verbreiten ein Zauberer und Clowns gute Laune. Viele Würzburger Gastronomen, die Distelhäuser Brauerei sowie einige Weingüter der Region verwöhnen die Gäste mit einem breiten kulinarischen Angebot.

Infostände von Stadt, Uni und Uniklinikum

Für die Wissensvermittlung sind beim Bürgerfest eine Reihe von Ständen in der Rückermainstraße aufgebaut. Die Stadt Würzburg informiert über den Wissenschaftsstandort Würzburg generell und ist zudem mit dem Aktivbüro für Selbsthilfe-, Bürgerengagement- und Gesundheitsförderung vertreten. Die Studienberatung der Universität Würzburg gibt Auskunft über Inhalte, Voraussetzungen und Berufsfelder der rund 270 angebotenen Studiengänge.

Und am Infostand des Uniklinikums Würzburg (UKW) erläutern Experten den aktuellen, höchst aussichtsreichen Therapieansatz, mit dem Würzburger Wissenschaftler die zukünftigen Optionen zur Krebsbehandlung bereichern wollen. Außerdem erfahren Interessierte hier alles zur Spendenaktion „Dein Immunsystem wird deine Waffe gegen Krebs“, die genau diese lokale Forschung voranbringen will.

Zugunsten der Würzburger Krebsforschung

Alle Erlöse des Bürgerfests, das von 11:00 bis etwa 17:00 Uhr geht, kommen diesem vom Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. und dem Uniklinikum Würzburg organisierten Crowdfunding-Projekt zugute. Per Schwarmfinanzierung wollen Gabriele Nelkenstock und ihre Mitstreiter/innen bis zum Jahresende eine Million Euro für das am Uniklinikum Würzburg entwickelte HemiBody-Therapiekonzept zusammentragen.

Kampf gegen Krebs aktiv unterstützen

„Unser Ziel ist es, in einer richtiggehenden Bürgerbewegung dazu beizutragen, dass die Weiterentwicklung einer so vielversprechenden Therapiehoffnung in den Händen von Würzburger Experten bleiben kann“, sagt die Vereinsgründerin und fährt fort: „Ich danke allen Sponsoren, Künstlern und Mit-Organisatoren, wie Kurt Schubert vom Würzburger Ratskeller, dass durch ihre uneigennützige Hilfe ein so schöner Rahmen zur Einbindung einer breiten Öffentlichkeit geschaffen wird.“

Dankbar für öffentlichen Rückhalt

Erforscht wird die neue Antikörpertherapie von einer Arbeitsgruppe der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Auch Prof. Hermann Einsele, Direktor dieser Klinik, freut sich über das beim Schwarmfinanzierungsprojekt und beim Bürgerfest demonstrierte bürgerschaftliche Engagement: „Dieser Rückhalt in der Bevölkerung bestärkt auf wunderbar emotionale Weise unsere Forscher und treibt sie zusätzlich an, die neue Behandlungsoption möglichst schnell in die klinische Anwendung zu bringen.“

Laut Dr. Thomas Bumm, der die entsprechende Forschergruppe der Medizinischen Klinik II leitet, befindet sich die HemiBody-Technik in der sogenannten prä-klinischen Entwicklung. Im Forschungslabor wird das Verfahren derzeit an Krebszellen getestet. Diese Arbeit wird noch bis 2017/18 dauern. Für Ende 2018 sind dann erste sogenannte klinische Phase-1- und Phase-2-Studien in Würzburg geplant. In diesen Studien werden die HemiBodies bei Myelom-Patienten auf ihre Wirksamkeit getestet.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Universitätsklinikum Würzburg.

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