Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Das perfekte Timing für alles

Innere Uhr

Sieben Uhr, der Wecker klingelt. Schnell nochmal die Snooze-Taste drücken und die Decke über den Kopf ziehen. Doch kurze Zeit später plagt einen das schlechte Gewissen: Aufstehen, da der neue Tag schon wieder komplett durchgeplant ist. Uni, FH oder Arbeit, verschiedene Termine, Fitnessstudio, ein Treffen bei Mutti oder mit der besten Freundin auf einen Kaffee. Der Mensch plant einfach gerne und schreibt für alles To-Do-Listen.

Jeder für sich weiß, dass er tagtäglich funktionieren muss, teilweise zu jeder Tageszeit. Doch eigentlich gibt uns unser Körper vor, wann wir was tun sollen. Zu manchen Zeiten sind wir sogar besonders leistungsfähig, um zum Beispiel Sport zu treiben. Von der „inneren Uhr“ hat bestimmt jeder schon einmal etwas gehört. Dass es sie gibt, ist sogar wissenschaftlich belegt. Wann ist also die richtige Zeit für was?

Am Morgen

Auf dem Nachrichtenportal N24 heißt es, dass der Morgen die beste Zeit ist, um zu lernen oder sich besonders wichtige Dinge einzuprägen. Nach dem Aufwachen steigt laut Steve Kay, Professor für Molekularbiologie an der University of Southern California, die Körpertemperatur und deshalb auch die allgemeine Konzentration. Diese Fähigkeiten steigern sich laut Wall Street Journal außerdem noch bis zum Mittag. Der negative Punkt: Leider ist man in diesem Zeitraum auch am anfälligsten für Krankheiten.

Am Mittag

In der Mittagszeit sinkt die Konzentrationsfähigkeit dann wieder deutlich, vor allem nach dem Mittagessen. Kennt wahrscheinlich jeder: Lecker sich den Bauch vollgeschlagen und dann muss man wieder zurück an den Schreibtisch. Die Motivation geht gegen Null und die Müdigkeit nimmt meist überhand. Jetzt ist eine guter Zeitpunkt für Routinearbeiten, wie Mails beantworten oder ähnliches. auf jeden Fall Dinge, die nicht besonders anspruchsvoll sind. Was allerdings überrascht ist, dass man im Zustand fortschreitender Müdigkeit wohl sehr kreativ ist.

Laut N24 wurden in einer Studie aus dem Journal Thinking & Reasoning von 2011 über 400 Probanden Probleme lösen, die entweder analytischer oder kreativer Natur waren. Den Teil zum kreativen Denken lösten die Teilnehmer erheblich besser, wenn sie in einem leicht erschöpften Zustand waren.

Am Nachmittag

Der Nachmittag sollte ganz im Zeichen des Sports stehen. Laut N24 ist der Körper zwischen 14 und 18 Uhr am Leistungsfähigsten. Die Lunge arbeitet gegen 17 Uhr am Nachmittag sogar am besten. Deswegen ist das die geeignetste Zeit, um Kraft- und Ausdauersport zu treiben. Also nach der Arbeit noch mal die Joggingschuhe schnüren und sich bei einer Runde am Main entlang auspowern.

Es sollte auch nicht jeder Tag entgegen des Biorhythmus geplant werden. Das kann nämlich das Risiko an Übergewicht, Depression oder Diabetes zu erkranken durchaus erhöhen. Natürlich tickt jede innere Uhr anders und jeder ist zu einer anderen Tageszeit am leistungsfähigsten. Nachteulen sind wahrscheinlich am frühen Morgen nicht wirklich kreativ, dafür dann wieder in den Abendstunden.

Am Abend

Bis spätestens 18 Uhr am Abend sollte man dann alle schwierigen Aufgaben erledigt sein. Denn von da an sinkt die Leistungskurve wieder kontinuierlich. Für alle Partygänger eine gute Nachricht: Ab circa 20 Uhr läuft das körperliche Abwehrsystem auf Hochtouren. Jetzt ist es also kein Problem, unter Leute zu gehen.

Tipps zum Einschlafen

Alle anderen, die den Abend lieber zuhause ausklingen lassen: Einfach mal zur Ruhe kommen, am besten das Abendessen vor halb sieben genießen und keinen Alkohol mehr trinken – so kann man entspannt in die Nacht starten.

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