Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bluttat in Wiesentheid: Versuchter Mord?

Frau niedergestochen

WIESENTHEID, LKR. KITZINGEN. Wie bereits berichtet, wurde am Abend des 4. Januar 2016 eine 22-jährige Frau in Wiesentheim, Landkreis Kitzingen, mit mehreren Messerstichen verletzt und blutend liegen gelassen. Erst am darauffolgenden Morgen fand ein Spaziergänger die junge Frau im Schlosspark.

Ab heute müssen sich die mutmaßlichen Täter laut inFranken.de vor der Jugendkammer des Landgerichts Würzburg verantworten. Die zwei 19 und 20 Jahre alten Männer werden wegen versuchten Mordes angeklagt. Laut inFranken.de gehen die Beiden derzeit keinem Beruf nach und lebten zuletzt in einem Notwohngebiet.

Mord beschlossen

In der Anklage heißt es laut inFranken.de, dass der 20-Jährige und das Opfer ein Paar gewesen seien, doch die junge Frau hätte die Beziehung Ende Dezember 2015 beendet. Der Verlassene wollte dies nicht akzeptieren und habe des öfteren weitere Annäherungsversuche gestartet. Er habe sogar mit Selbstmord gedroht heißt es bei inFranken.de. Nach den hoffnungslosen Versuchen einer Zurückgewinnung, habe der Mann schließlich beschlossen, seine Ex-Freundin umzubringen.

Zweiter Täter

Laut inFranken.de erklärt die Staatsanwaltschaft, dass der 20-Jährige die Tat jedoch nicht alleine durchführen wollte und schließlich mehrere Kumpels gefragt habe, ihm zu helfen. Ein 19-Jähriger, der sich jetzt ebenfalls vor Gericht verantworten muss, hatte dem Vorhaben eingewilligt.

Zum Tatort gelockt

In der Anklage, die laut inFranken.de an diesem Freitag, 30. Oktober, im Schwurgerichtssaal in Würzburg verlesen wurde, heißt es, dass die beiden Angeklagten das Opfer unter einem Vorwand per WhatsApp-Nachricht zum Marienplatz in Wiesentheid gelockt hatten. Laut inFranekn.de erklärte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen, dass der 19-jährige Mann mit der jungen Frau einen Spaziergang zum Schlosspark unternommen hatte, wo bereits der 20-jährige Ex-Freund gewartet habe.

Nach dem Erkennen des Ex-Freundes wollte die junge Frau zuerst weglaufen, doch sie wurde daran gehindert. Nach einem Wortwechsel wurde sie mit einer Pistole bedroht, dann habe der 20-Jährige auf sie eingestochen, heißt es bei inFranken.de. Das Messer soll laut inFranken.de speziell für die Bluttat gekauft worden sein.

Schwerste Verletzungen

Der Täter streckte die junge Frau mit drei Stichen in Kehle und Nacken nieder und verließ danach mit dem 19-Jährigen laut Oberstaatsanwalt Raufeisen den Park im Glauben, die Frau getötet zu haben, heißt es bei inFranken.de. Als ein Spaziergänger die schwer verletze 22-Jährige am nächsten Morgen fand, schwebte das Opfer in Lebensgefahr. Laut inFranken.de heißt es in der Anklage, dass durch die Stiche wichtige Nerven des Rückenmarks durchtrennt wurden.

Heute sitzt das Opfer laut inFranken.de im Rollstuhl. Die Frau sei halbseitig gelähmt und schwer traumatisiert durch die Tat. Noch immer wird die Frau stationär behandelt. Laut Staatsanwaltschaft könne noch nicht gesagt werden, ob sich die junge Frau jemals wieder aus eigener Kraft bewegen kann, heißt es bei inFranken.de.

Geständnis angekündigt

Am nächsten Verhandlungstag, dem 12. Oktober, werde der 20-jährige Angeklagte laut seinem Verteidiger Jan Paulsen ein „weitgehendes Geständnis“ ablegen, heißt es bei inFranken.de. Der 19-Jährige Mitangeklagte werde laut Hanjo Schrepfer, sein Verteidiger, keine Angaben machen, berichtet inFranken.de

Dieser Artikel beruht auf einem Artikel von inFranken.de.

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