Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Premierenfeuerwerk zum Saisonstart

Höhepunkte des Spielplans im Oktober

Mit sieben Premieren allein im Oktober startet das Mainfranken Theater Würzburg in allen Sparten in die Saison 16/17 und bietet so von Beginn an ein besonders vielfältiges Angebot. Den Auftakt macht am 1. Oktober das Drama Nathan der Weise. Lessings Werk über Toleranz und Humanität spielt in Jerusalem zur Zeit des Waffenstillstandes nach dem Dritten Kreuzzug. Regie führt Intendant Markus Trabusch.

Meyerbeer: Die Hugenotten

Mit seiner zweiten Grand Opéra Die Hugenotten füllte Giacomo Meyerbeer Bühnen auf der ganzen Welt. Nun feiert das spektakuläre Werk am 2. Oktober seine Premiere im Mainfranken Theater Würzburg. Den historischen Hintergrund bilden die scharfen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten im Frankreich des 16. Jahrhunderts. 1836 uraufgeführt, avancierte Die Hugenotten bald zu einem der erfolgreichsten Titel der internationalen Opernszene. Die Neuinszenierung dieser Historienoper liegt in den Händen des jungen japanischen Regisseurs Tomo Sugao.

Muttersprache Mameloschn

Sasha Marianna Salzmanns Stück Muttersprache Mameloschn (Premiere: 3. Oktober) wurde 2012 in Berlin uraufgeführt und beschäftigt sich anhand der Biografien dreier Generationen jüdischer Frauen mit Identität und Lebensentwürfen, mit Zugehörigkeit und Heimat. Autorin Sasha Marianna Salzmann wuchs in Moskau auf, studierte Szenisches Schreiben in Berlin, wo sie zuletzt als künstlerische Leiterin des Studio я im Gorki Theater tätig war. Die ukrainische Regisseurin Inga Lizengevic kehrt mit dieser Inszenierung nach ihrer Arbeit an zwei Dokumentarfilmen wieder an die Bühne zurück.

Deutsche Erstaufführung

In der deutschen Erstaufführung Ich Zarah oder das wilde Fleisch der letzten Diva von Franzobel (8. Oktober) dreht sich alles um die legendäre Zarah Leander. Mit einer Adaption seiner Inszenierung am Vorarlberger Landestheater Bregenz widmet sich Regisseur Markus Trabusch nun am Mainfranken Theater der Frage, wer die Sängerin wirklich war. Zarah Leander, geboren 1907 im schwedischen Karlstad, wurde zu einem der größten Stars des Dritten Reiches. Doch war sie wirklich eine „politische Idiotin“, wie sie sich selbst einmal bezeichnete, oder vielmehr eine berechnende Karrieristin?

Temporeiche Komödie: Amsterdam

In der temporeichen Komödie Amsterdam nach Marijana Verhoef (Premiere: 9. Oktober) begeben sich zwei junge Serben auf der Suche nach Superman auf einen Roadtrip in die Niederlande. Unter der Regie von Ulf Goerke werden mit scharfer Zunge Vorurteile und Klischees zwischen West und Ost aufgezeigt und in ein Abenteuer durch Länder und Kulturen humorvoll verpackt.

Handlungsballett von Anna Vita: Die Päpstin

Ballettdirektorin Anna Vita greift nach Das Bildnis des Dorian Gray oder Der Besuch der alten Dame erneut auf eine literarische Vorlage zurück. Mit Die Päpstin (Premiere 29. Oktober) nach Motiven des gleichnamigen Romans von Donna Woolfork Cross zeichnet Vita in ihrem neuen Handlungsballett das Porträt einer Gesellschaft, die von Konventionen, überkommenen Rollenbildern und hierarchischen Strukturen geprägt ist.

Wieder da: Idomeneo

Sie war ein Höhepunkt des Mozartfests 2016, jetzt kehrt die Operninszenierung Idomeneo ab dem 14. Oktober für vier Vorstellungen auf den Spielplan des Mainfranken Theaters zurück. Für die tragische und anrührende Geschichte arrangierte der erst 25-jährige Mozart Stücke voller Leidenschaft, scheuer Zärtlichkeit und mitreißender Dramatik. Das Werk stellte einen Wendepunkt für Mozart dar, da er sich damit aus den väterlichen Fängen und dem Klammergriff des Salzburger Erzbischofs befreite.

plattformX

Im Rahmen der neu geschaffenen plattformX des Mainfranken Theaters, die vom Holy Shit Lab bis zum Spielclub verschiedene Formate und Angebote vereint, die keiner bestimmten Sparte zuzuordnen sind, findet am 23. Oktober erstmals der Breakfast Club statt. Bei einem gemütlichen Beisammensein am Morgen mit Kaffee und Croissant berichten Dramaturginnen, Regisseure und diverse Gäste über ihre Arbeit und geplanten Projekte und treten dabei in den Austausch mit dem Publikum.

W-Cafe

Das Foyer des Mainfranken Theaters verwandelt sich außerdem einmal im Monat zum W-Café und bietet Menschen mit und ohne Fluchterfahrung die Möglichkeit, sich in verschiedenen Sprachen miteinander auszutauschen und zu vernetzen. Das facettenreiche Programm des W-Cafés liegt in den Händen von sozio-kulturellen Initiativen, Vereinen und dem Theater selbst. Das erste Treffen im Rahmen dieser Reihe findet am 26. Oktober statt.

Highlights aus dem Konzertkalender

Beim 1. Sinfoniekonzert am 20. und 21. Oktober eröffnet das Philharmonische Orchester Würzburg unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso die neue Saison. Das Programm im Zeichen der iberischen Lebensfreude umfasst unter anderem Werke von Glinka und Ravel. Für das Konzert für Violoncello und Orchester von Eduardo Lalo konnte der Cellist Isang Enders engagiert werden.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mainfrankentheaters Würzburg. 

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