Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Baskets: Erstes Duell geht an Ludwigsburg

Playoff-Aspiranten

s.Oliver Würzburg ist am Freitagabend mit einer Niederlage in eigener Halle in die 51. Spielzeit der easyCredit Basketball Bundesliga gestartet: Im Duell der Playoff-Aspiranten mussten sich die Unterfranken vor 3.140 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger s.Oliver Arena den MHP RIESEN Ludwigsburg mit 72:81 (37:42) geschlagen geben. Top-Scorer der Partie war Bundesliga-Rückkehrer Alex Ruoff, der 25 Punkte für die Gäste erzielte. Bei den Würzburgern trafen Jake Odum (17), James Southerland (10) und Lamonte Ulmer (10) zweistellig.

Fast aufgeholt

„Ich habe meiner Mannschaft die ganze Woche gesagt, dass Ludwigsburg versuchen wird, uns mit ihrem körperlichen Spiel zu dominieren. Genau das haben sie auch getan. Zu viele meiner Spieler haben ihre Arbeit nicht gemacht“, fasste Doug Spradley das Geschehen nach der Partie zusammen. Die Analyse des Würzburger Cheftrainers galt vor allem für den zweiten und dritten Spielabschnitt – seine Mannschaft startete gut und hätte am Ende nach einem 19-Punkte-Rückstand fast noch die Wende geschafft.

Lamonte Ulmer

Die ersten Würzburger Punkte der neuen Spielzeit erzielte Lamonte Ulmer – sein Korbleger in der ersten und sein Dreier mit Hand im Gesicht in der zweiten Minute bedeuteten eine frühe 5:0-Führung für die Gastgeber. Und es lief zunächst weiter alles rund für die s.Oliver-Korbjäger: Nach sieben gespielten Minuten hatten bereits sieben Spieler gepunktet und einen 19:8-Vorsprung herausgeworfen.

Aggressive Verteidigung

Nicht überraschend war es die aggressive Verteidigung der Ludwigsburger, die die Wende im Spiel brachte: Die Gäste schafften es, den offensiven Rhythmus der Unterfranken zu unterbrechen. Ein 10:2-Lauf, eingeleitet durch zwei Dreier von Kelvin Martin und Alex Ruoff, brachte die „Riesen“ noch vor der ersten Viertelpause auf 21:18 heran. In der 13. Minute gelang Chad Toppert mit einem weiteren Distanztreffer der 23:23-Ausgleich – im Anschluss blieb es lange Zeit eine ausgeglichene Partie. Erst kurz vor dem Seitenwechsel versenkte Alex Ruoff – er erzielte in der ersten Halbzeit 17 seiner 25 Punkte – beim Spielstand von 37:37 einen Dreier, gefolgt von einem Korbleger von Center Jack Cooley, der die Ludwigsburger 5-Punkte-Führung zur Halbzeit bedeutete.

Aufholjagd

Die zweite Hälfte begann mit einem Dreier von Max Ugrai zum 40:42. Viel mehr gelang den Hausherren dann aber bis zur 28. Minute nicht mehr gegen die Ludwigsburger Defensivspezialisten – ein 20:5-Lauf der Schwaben führte zu einem 19-Punkte-Rückstand (43:62, 28. Minute). Die Würzburger steckten aber trotzdem nicht auf: Bis zum Ende des dritten Abschnitts verkürzten sie auf 51:64, und im Schlussabschnitt setzten sie – angeführt von Spielmacher Jake Odum mit 12 Zählern nach der Pause – ihre Aufholjagd fort.

Wende verpasst

Gut drei Minuten vor dem Ende schien die Wende möglich – Maurice Stuckey mit einem Drei-Punkte-Wurf und Jake Odum mit einem Floater verkürzten auf 66:72. Doch auch in dieser Situation hatten die Riesen die richtige Antwort parat und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Ein weiterer Dreier von Alex Ruoff zum 68:77 brachte in der 39. Minute die endgültige Entscheidung.

Zwei Auswärtsspiele

Am kommenden Wochenende hält das schwere Auftaktprogramm zwei Auswärtsspiele beim FC Bayern München (Freitag) und medi bayreuth (Sonntag) parat. Beim nächsten Heimspiel am 7. Oktober ist der Deutsche Meister Brose Bamberg in der s.Oliver Arena zu Gast. Der Ticket-Vorverkauf für das Frankenderby beginnt am Montag um 10 Uhr.

Stimmen zum Spiel

Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Ludwigsburg hat definitiv verdient gewonnen. Ich habe meiner Mannschaft die ganze Woche gesagt, dass sie versuchen werden, uns körperlich zu dominieren, und das haben sie auch getan. Wir hatten eine gute Anfangsphase. Aber dann ist Ludwigsburg ins Spiel gekommen und zu viele meiner Spieler haben nicht das durchgesetzt was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten zum Beispiel ihre Passwege wegnehmen, das haben wir nicht gemacht. Wir haben 33 Freiwürfe abgegeben und selbst nur 15 herausgeholt. Ludwigsburg war meiner Meinung nach bis in die letzten Minuten die Mannschaft, die das Spiel mit ihrer physischen Spielweise dominiert hat. Zu viele meiner Spieler haben heute ihre Arbeit nicht gemacht.“

John Patrick, MHP RIESEN Ludwigsburg: „Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns. Würzburg hat gut angefangen, sie waren gut auf uns vorbereitet. Wir sind dann mit unser Press-Verteidigung und unserer langen Rotation zurückgekommen. Alex Ruoff hatte einen sehr guten Tag, auch Johannes Thiemann hat seinen Job unter dem Korb sehr gut gemacht. Würzburg hat aber nie aufgegeben und hat sich im vierten Viertel zurückgekämpft. Ich bin sehr stolz, wie einige Spieler trotz Verletzungen in dieser Situation weiter gekämpft und hart gespielt haben. Wir haben diesen Sieg in dieser Superatmosphäre an einem Ort geholt, der für die Auswärtsmannschaft immer schwer zu spielen ist.“

Würzburg – Ludwigsburg 72:81

(21:18, 16:24, 14:22, 21:17)

Für s.Oliver Würzburg spielten: Jake Odum 17 Punkte/3Dreier (6 Assists / 3 Steals), James Southerland 10/2, Lamonte Ulmer 10/1, Max Ugrai 9/2, Charles Barton 7, Vladimir Mihailovic 7/1 (4 Assists), Maurice Stuckey 5/1, Brendan Lane 4, Kresimir Loncar 3.

Top-Performer Ludwigsburg: Ruoff 25/3 (6 Rebounds / 5 Assists), Washpun 15/1, Thiemann 10, Cooley 9.

Key Stats

Freiwürfe: Würzburg 12/15 (80 Prozent – Ludwigsburg 23/33 (70 Prozent)
Punkte in der Zone: Würzburg 26 – Ludwigsburg 34
Second Chance Points: Würzburg 4 – Ludwigsburg 9

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport- und Event Würzburg Baskets GmbH.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT