Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Zweimal tot und hart gekämpft: Hilfe für Debby

Debby wollte Tätowiererin werden…

…und war schon zweimal tot. Das Erste Mal ist sie am 10. November 2014 in der Notaufnahme einer Klinik gestorben. Erst nach 35 langen Minuten gelang es den Ärzten die heute 22-Jährige wiederzubeleben. Sie ist seitdem nicht nur körperlich beeinträchtigt, sondern hat auch Gehirnschäden davongetragen. Nun kämpft die ganze Familie mit den Folgen dieses Schicksalsschlages.

Seit diesem Tag sitzt die junge Frau im Rollstuhl. Ein Schlauch in der Nase versorgt sie mit zusätzlichem Sauerstoff. Atmen bereitet ihr Mühe. Deborah spricht wenig, überlässt das Erzählen meist ihren Eltern. Viele Erinnerungen sind ihr durch die Hirnschäden verloren gegangen. Sie weiß nicht mehr, wie alt sie ist.

Die Ärzte stellten fest: Die junge Frau hatte Flüssigkeit im Bauch. Der Dünndarm war an drei Stellen abgestorben und durchbrochen. Das führte zu einem septischen Schock mit Sauerstoffmangel und schließlich Kreislaufversagen.
Nach mehreren Operationen versetzten die Ärzte die junge Frau in ein künstliches Koma, konnten sie aber zunächst nicht zurückholen.

Mehrere herbe Rückschläge

Am 10. November 2015 – auf den Tag ein Jahr später – musste sie erneut ins Krankenhaus. Die Lähmung schränkt ihre Lungenfunktion ein. Sie lag drei Wochen auf der Intensivstation. Den 10. November 2016 hat die Familie nun aus allen Kalendern gestrichen. Doch auch in diesem Jahr erlitt Debby wieder einen herben Rückschlag. Im April musste sie wegen einer schweren Lungenentzündung erneut wiederbelebt werden.

Ein langer Krankenhausaufenthalt schloss sich an. Seit August ist sie wieder zu Hause bei ihren Eltern im Gemündener Stadtteil Wernfeld. Die Atemmuskeln der jungen Frau sind weiterhin zu schwach, um den Schleim in ihren Lungen abzuhusten und ausreichend Sauerstoff zu bekommen. Sie ist weiterhin auf ihr Beatmungsgerät angewiesen und vom Hals abwärts gelähmt.

Ein starkes Mädchen – eine Kämpferin

Doch Debby ist ein großartiges starkes Mädchen, kämpft sich jedes Mal ins Leben zurück. Das Team der Schweinfurter Tattoo & Art Convention hat sie dieses Jahr zweimal auf ihrer Reha besucht und Debby hat sie mächtig beeindruckt. Seit Deborah Frey aus dem Krankenhaus zurück ist, hat sie ihre Pinsel wieder ausgepackt. Malen und Farben sind immer noch ihre große Leidenschaft. Was kaum jemand geglaubt hätte: Ihr Gehirn gewinnt Fähigkeiten zurück, die nach der schweren Krankheit 2014 verloren schienen. Möglicherweise wird sie wieder Formen und Figuren malen können. Buchstabieren könne sie zumindest wieder, erzählt ihre Mutter.

Zur finanziellen Lage

Die Pflege der Tochter ist eine Herausforderung für die Familie – gesundheitlich wie finanziell. Alexander Frey (46) ist Glas- und Fensterbauer, hat wegen schwerer Bandscheibenvorfälle Berufsverbot erteilt bekommen, er hat Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt. Außerdem will er nicht allzu weit von seiner Familie weg sein, denn auch Debbys Mutter Andrea (49) ist schwer krank. Sie leidet unter verschiedenen Rheuma-Arten. Es gibt so gut wie kein Gelenk, das nicht betroffen ist, einschließlich der Wirbelsäule. Sie saß schon zweimal im Rollstuhl und ist seit 1999 in Rente.

Zur Familie gehört auch noch Flo (27). Er leidet unter anderem ebenfalls an Rheuma und hat eine leichte Form von Autismus, deshalb schließt er nur sehr schwer Kontakt und entwickelt Vertrauen. Flo hat Nachrichtengerätemechaniker gelernt und ist im Moment arbeitssuchend. Die Familie lebt vom Krankengeld des Mannes, der Sohn erhält Hartz IV, die Mutter Rente, Kindergeld und Pflegegeld für Debby. Ihnen bleiben im Monat nach Abzug aller Kosten etwa 800 € zum Leben.

Probleme mit dem Auto

Große Sorge bereitet Debbys Eltern momentan ihr Auto. Der 20 Jahre alte Renault Kombi macht es nicht mehr lange und ist überdies zu klein für Debbys medizinische Ausrüstung mit Rollstuhl und Beatmungsgerät. Die Familie braucht dringend einen neuen Bus, in den man den Rollstuhl hineinschieben kann. Die Ausrüstung des Fahrzeugs mit einer Rampe würde sogar bezuschusst – vorausgesetzt, es handelt sich um ein relativ neues Auto. Doch das überschreitet die finanziellen Mittel der Familie.

Das heißt, die Familie würde zwar bezuschusst werden, aber das Auto darf nicht älter als drei Jahre sein und muss noch 50 % vom Neuwert haben. Da Debby nicht arbeitsfähig ist, fällt sie durch die Gesetze der Kfz-Hilfe. Heißt, die notwendigen Umbaumaßnahmen werden nur übernommen, wenn die Familie einen neuen Bus vorweisen kann.

Spenden

Das Team der Schweinfurter Tattoo & Art Convention und die Organisation „Tattoo for Kids“ sind von der Geschichte der Familie sehr berührt und wollen gemeinsam mit Euch da draußen helfen.

Der Erlös des Programmheftes (0,50 €/Stück), das auf der 4. Schweinfurter Tattoo & Art Convention erhältlich ist, geht direkt an „Tattoo for Kids“ – Hilfe für Debby. Das Team ist für jede finanzielle Unterstützung dankbar! Der Erlös geht zu 100 % an die Familie Frey. Die Spendenübergabe erfolgt am Sonntag, 6. November, gegen 18 Uhr auf der Bühne der Schweinfurter Tattoo & Art Convention. Das Spendenkonto:

  • Stars for Kids Echtz e.V.,
  • IBAN: DE62395501101200807681
  • Kennwort: Hilfe für Debby

Das Team der Schweinfurter Tattoo & Art Convention sagt DANKE, auch im Namen von Debby und ihrer Familie und Tattoo for Kids!

Über die Schweinfurter Tattoo & Art Convention

Auch in diesem Jahr kann auf der Schweinfurter Tattoo & Art Convention wieder die Welt ein bisschen bunter werden. Am 5. und 6. November findet zum vierten Mal in Folge die erfolgreiche Schweinfurter Tattoo & Art Convention in der Altmainhalle in Grafenrheinfeld statt. Wie jedes Jahr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches und geniales Musik- und Showprogramm mit ganz vielen kleinen und großen Überraschungen und vielen bekannten Gesichtern der Tattooszene. Ca. 100 nationale und internationale (Israel, Griechenland, Schweiz, Lichtenstein usw.) ausgesuchte Toptattoowierer werden den Durst nach Farbe stillen. Detaillierte Infos findet Ihr hier.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von Tattoo for Kids. 

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