Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Bessere Absicherung für Selbstständige

Arbeitsgemeinschaft der SPD zu Rentenplänen

„Unser Ziel ist es, Soloselbstständigen, aber auch anderen Selbstständigen mit schwierigen Einkommenssituationen, eine bessere soziale Absicherung zu ermöglichen.“

Arbeiten in Würzburg

Nutzen und Möglichkeiten einer solchen Erweiterung waren das Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die unterfränkische Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD in der letzten Woche eingeladen hatte, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel.

Soloselbstständige

Das sind Personen, die eine selbstständige Tätigkeit allein, ohne angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ausüben. Im Jahre 2014 gab es davon in Deutschland bereits knapp 2,35 Millionen. Hingegen lag die Zahl der traditionellen Selbstständigen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei nur rund 1,9 Millionen.

Zugang zur Sozialversicherung

Nach der Begrüßung durch Anna Stvrtecky, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, berichtete der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel von den zahlreichen Gesprächen seiner Fraktion mit Fachleuten, Organisationen und natürlich den Betroffenen selbst. Gemeinsam mit ihnen erarbeitet die SPD-Fraktion ein Konzept, das die Selbstständigen möglichst umfassend in die verschiedenen Zweige der gesetzlichen Sozialversicherungen einbezieht. „Wir wollen, dass Deutschland auch in Zukunft ein erfolgreiches und zugleich gerechtes Land ist. Daher müssen wir den Zugang zu den Sozialversicherungen an einigen Stellen für Selbstständige gezielt wirtschaftlich attraktiver und einfacher machen“, so Rützel.

Klare Abgrenzungen schwinden

Die Notwendigkeit einer solchen Erweiterung betonte auch Ulrike Jäger, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft, die als Rechtsanwältin genau um die Absicherungsrisiken Selbstständiger weiß: „Selbstständige müssen enorme Umsätze erwirtschaften, um für Alter und Krankheit vorzusorgen. Dazu kommt, dass individuelle Erwerbsbiografien inzwischen weniger linear verlaufen als früher. Erwerbstätige wechseln häufig zwischen den verschiedenen Formen oder üben sie sogar gleichzeitig nebeneinander aus. Dadurch lösen sich bisher klare Abgrenzungen auf, etwa zwischen abhängiger Beschäftigung und selbstständiger Tätigkeit“, so Jäger. Daher gelte es, die gesetzlichen Sozialversicherungen so umzugestalten, dass Selbstständige sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten bedienen können.

Verpflichtende Mitgliedschaft

„Das gilt für alle Zweige der Sozialversicherungen, auch für die gesetzliche Krankenversicherung und die Arbeitslosenversicherung, besonders aber für den Bereich mit den größten Sicherungslücken, die Altersvorsorge. Hier bedarf es grundsätzlich auch für Selbstständige einer verpflichtenden Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Und perspektivisch geht es darum, die heutige Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung für alle fortzuentwickeln.“, so Rützel. Im Verlauf der Veranstaltung beantworteten Jäger und Rützel noch zahlreiche Nachfragen Selbstständiger, die großes Interesse an den Plänen der SPD hatten.

Arbeiten in Würzburg

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Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des SPD-Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel.

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