Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Nach Brand: Landratsamt ruft Katastrophenfall aus

Brand eines Mehrfamilienhauses  

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Am späten Mittwochnachmittag ist in einer Wohnung eines Mehrfamilienwohnhauses ein Feuer ausgebrochen. Im Rahmen der Löscharbeiten erlitten zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr leichte Verletzungen.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg übernommen.

Gegen 16.45 Uhr war die Mitteilung über den Brand in der Sudetenstraße bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen.

Wie sich vor Ort herausstellte, war das Feuer offenbar in einer Wohneinheit, in der zu Wohnzwecken umgebauten Garage, ausgebrochen. Das Feuer griff schnell auf das gesamte Gebäude über.

Kripo ermittelt

Die Feuerwehren aus Marktheidenfeld, Hafenlohr, Erlenbach, Altfeld, Esselbach, Lengfut, Berg-Rothenfels, Oberndorf, Karbach und Zimmern waren schnell vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten. Erschwert wurden die Arbeiten durch die starke Rauchentwicklung.

Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten im Rahmen der Löscharbeiten leichte Verletzungen und mussten ambulant behandelt werden. Die Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Ursache noch unklar

Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen, die inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg übernommen hat. Der entstandene Schaden lässt sich momentan nicht beziffern.

Insgesamt befanden sich vier Streifen der Polizei, 29 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und 163 Einsatzkräfte der Feuerwehr zusammen mit dem Kreisbrandinspektor vor Ort.

Nachtrag 23:00 Uhr

Landratsamt löst Katastrophenalarm aus

Bedingt durch die starke Rauchentwicklung bildete sich im Bereich des Brandortes eine erhöhte Kohlenmonoxid Konzentration.

Noch während der Löscharbeiten meldeten sich am Mittwochabend erste Anwohner und Einsatzkräfte mit gesundheitlichen Problemen.

Eine medizinische Untersuchung ergab bei mehreren Betroffenen erhöhte Kohlenmonoxid-Werte im Blut.

Erhöhte Kohlenmonoxid Konzentration

Da mit einer großen Anzahl von Verletzten gerechnet werden musste, wurde gegen 22:15 Uhr der Katastrophenfall ausgerufen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sperrte den direkten Gefahrenbereich ab.

Vier, direkt an den Brandort angrenzende Mehrfamilienhäuser, sind durch die Einsatzkräfte evakuiert worden.

Durch die starke Rauchentwicklung bestand die Gefahr, dass sich in den Wohnungen eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gebildet haben könnte.

Für die 18 evakuierten Anwohner standen Übernachtungsmöglichkeiten in der Spessarthalle zur Verfügung, eine Betreuung wurde durch den Rettungsdienst gewährleistet.

Anwohner evakuiert

Anwohner im näheren Umfeld des Brandortes wurden noch in der Nacht über die Gefahrenlage informiert und aufgefordert sich bei gesundheitlichen Problemen an die Einsatzkräfte oder über Notruf an den Rettungsdienst zu wenden.

Bei mehreren Einsatzkräften der Feuerwehr und zwei Anwohnern konnten erhöhte Kohlenmonoxid Werte im Blut festgestellt werden, die Betroffenen wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

Fast 200 Einsatzkräfte vor Ort

Vor Ort befanden sich zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart mit insgesamt 193 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit insgesamt 177 Kräften und die Polizei mit 30 Beamten.

Die Einsatzleitung oblag dem Örtlichen Einsatzleiter, Bertram Werrlein. Außerdem befanden sich der Kreisbrandrat Peter Schmidt, der Leitende Notarzt Henning Machann, der Organisationsleiter des Rettungsdienstes Dominik Brühl und die Bürgermeisterin von Marktheidenfeld, Frau Helga Schmidt-Neder, vor Ort.

Über die Fachbehörden beim Landratsamt Main-Spessart werden im Laufe des Tages noch weitere Schadstoffmessungen in der Umgebungsluft durchgeführt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT