Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Fehltage in Würzburg nehmen zu

Krankenstand gestiegen

Der Krankenstand in Würzburg und Umland ist 2015 gestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zu. Mit 3,7 Prozent gab es in der Region einen etwas höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (3,6 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 37 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Bayern wurde mit je 4,6 Prozent in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie in der Region Schweinfurt verzeichnet, der niedrigste mit 2,7 Prozent in Starnberg.

Rückenschmerzen Spitzenreiter

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für Würzburg und Umland zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Den stärksten Anstieg gab es mit knapp einem Drittel bei den Fehltagen wegen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen oder Bronchitis. Sie waren zweithäufigster Ausfallgrund. Auch psychische Leiden wie Depressionen und Angstzustände nahmen um ein Viertel zu und verursachten jeden siebten Fehltag – Platz drei im Ranking der wichtigsten Krankheitsarten.

Die meisten Ausfalltage erfolgten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Sie stiegen um 19 Prozent und waren Ursache für fast jeden vierten Fehltag. Verletzungen und Vergiftungen belegten Platz vier, wobei die Zahl ihrer Fehltage leicht zunahm.

Frauen fehlen öfter

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem diesjährigen Gesundheitsreport schwerpunktmäßig den Unterschied von Frauen und Männern in den Krankheitsprofilen und im Umgang mit Krankschreibungen. Für die Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Bayern und in Würzburg aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.

Richtig krank melden 

Ein Fazit: Frauen in Bayern fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr sechs Prozent höher. In Würzburg betrug der Unterschied zehn Prozent. „Damit ist der viel zitierte kleine Unterschied größer als gedacht“, sagt Michael Freimann von der DAK. „Die Studie zeigt auch, dass Männer und Frauen von ganz unterschiedlichen Krankheiten betroffen sind.“

Krankheitsunterschiede

In Würzburg leiden Männer häufiger (plus 36 Prozent) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen haben Würzburger Frauen um 52 Prozent mehr Ausfalltage. Auch bei den Krebsleiden liegen sie mit 134 Prozent deutlich über denen der Männer, was durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist.

„Betroffene Frauen stehen oft noch voll im Erwerbsleben“, erklärt Freimann. Die häufigste Krebserkrankung bei Männern, der Prostatakrebs, trete hingegen erst im höheren Alter auf – meist ab etwa 60 Jahren. „Diese Krebsfälle bei den Männern werden von unserer Statistik, die sich ausschließlich auf Erwerbstätige bezieht, nicht mehr erfasst“, so Freimann. Grundsätzlich sei das Krebsrisiko bei Männern und Frauen gleich.

Frauen neigen zu Präsentismus

Obwohl Frauen den höheren Krankenstand haben, schleppen sie sich sogar noch häufiger als Männer krank zur Arbeit. Experten sprechen vom Präsentismus: 65 Prozent der Frauen in Bayern waren 2015 mindestens einmal krank bei der Arbeit, bei den Männern 60 Prozent. Als Hauptgründe gaben Frauen in der Befragung an, dass sie ihre Kollegen nicht hängen lassen wollten (86 Prozent) oder auch ihre Arbeit fertigstellen müssten (67 Prozent).

Wenn ihre Kinder krank sind, melden sich hingegen viele Frauen selbst arbeitsunfähig. Jede dritte Frau in Bayern sagte in der Befragung, dass sie manchmal so vorgehen müsse, weil sie sich nicht anders zu helfen wisse. Bei den Männern sagen das nur zehn Prozent. Demnach tragen Frauen noch immer einen größeren Anteil an der Betreuung kranker Kinder als Männer.

Jobs in und um Würzburg

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Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der DAK.

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