Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Lastzug schiebt Sattelzüge und Pkw aufeinander

Stundenlange Behinderungen

WIESENTHEID, LKR. KITZINGEN. Am Donnerstagnachmittag ist ein Kraftfahrer mit seinem Lastzug auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Wiesentheid und Geiselwind am Stauende aufgefahren und hat zwei Sattelzüge und einen Pkw aufeinander geschoben.

Zwei Personen wurden – zum Glück – nur leicht verletzt. Ein Fahrstreifen war blockiert.

Mehrere Stunden lang kam es zu Behinderungen, auch auf der Umleitungsstrecke.

Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 120.000 Euro.

Heftig aufgefahren

Wegen eines Pannenfahrzeugs, das etwa einen Kilometer vor Geiselwind auf dem rechten Fahrstreifen stand, hatte sich schnell vor allem der Schwerverkehr in Richtung Nürnberg aufgestaut.

Etwa eine halbe Stunde nachdem dieses Fahrzeug wieder flott gemacht worden war, krachte es gegen 16:13 Uhr am Ende des auf rund fünf Kilometern Länge angewachsenen Staus: Ein 43-jähriger Kraftfahrer war mit seinem Lkw mit Anhänger heftig auf den Sattelzug eines 51 Jahre alten Kollegen aufgefahren.

Vor Ort verarztet

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 40-Tonner auf einen Pkw geschoben und dieser auf einen davor stehenden Sattelzug.

Der 43-jährige Lasterfahrer und ein 6-jähriges Mädchen im Fond des Pkw, wurden leicht verletzt. Sie wurden vor Ort verarztet.

Der 29-jährige Autofahrer und die Fahrer der Sattelzüge, beide 51 Jahre alt, kamen mit dem Schrecken davon.

Gefahrengut geladen

Der zweite Sattelzug hatte Gefahrgut geladen. Die Fässer mit gefährlichen Lösungen kippten zwar teilweise um, wurden aber nicht beschädigt und es lief nichts aus.

Nach Erkenntnissen der Spezialisten der Technischen Kontrollgruppe bestand zu keiner Zeit deshalb eine Gefährdung von Personen oder der Umwelt.

Mehrere Stunden Bergungsarbeiten

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Geiselwind und Wiesentheid kümmerten sich um ölige Betriebsstoffe, die die Autobahn verschmutzt hatten.

Auch war die Fahrbahnoberfläche beschädigt worden, weshalb die Autobahnmeisterei Geiselwind zwecks Ausbesserung verständigt wurde.

Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten mehrere Stunden – der rechte Fahrstreifen musste gesperrt werden.

Stau durch Schaulustige

Ein Stau von über 15 Kilometern Länge in Richtung Nürnberg war die Folge.

Aber auch in Richtung Frankfurt kam es zu einem etwa 10 Kilometer langen Stau, verursacht durch Schaulistige Autofahrer, die teilweise auf Höhe der Unfallstelle kurz stehen blieben.

Erhebliche Behinderungen

Viele Verkehrsteilnehmer fuhren an der Anschlussstelle Wiesentheid von der Autobahn ab und auf der Staatsstraße bis Geiselwind weiter.

Wegen Baumaßnahmen in Zusammenhang mit dem sechsstreifigen Ausbau der Autobahn ist dort an der Anschlussstelle eine Ampelanlage installiert, die für weitere Stockungen sorgte.

Deshalb kam es auch auf der Umleitungsstrecke zu erheblichen Behinderungen und einem mehrere Kilometer langen Stau.

Die Autobahnpolizei empfiehlt bei ähnlichen Verkehrslagen in Richtung Nürnberg der Ausschilderung der U 7 zu folgen und nicht an der Anschlussstelle Geiselwind sondern erst an der Anschlussstelle Schlüsselfeld auf die A 3 aufzufahren.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

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