Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Schulanfang: Auf ABC-Schützen achten!

Über 10.000 Schulanfänger

Anfang der übernächsten Woche, beginnt für 10.327 ABC-Schützen in Unterfranken (davon: 3.020 aus der Region Untermain, 3.812 aus Würzburg und Umgebung sowie 3.495 aus der Region Main-Rhön) der Schulalltag. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren des Schulwegs vor allem für Schulanfänger hin.

Erwachsene als Vorbilder

An die erwachsenen Verkehrsteilnehmer appelliert er ausdrücklich, besonders zum Schulanfang ein waches Auge auf Schulkinder zu haben. „Kinder haben keine Bremse!“, mahnt der Regierungspräsident und weist darauf hin, dass Kinder oft ungestüm ihrem Bewegungsdrang folgen und dabei den Verkehr ganz vergessen können. Auch das Beispiel der Erwachsenen, vor allem an Verkehrsampeln und Fußgängerüberwegen, ist für das Verkehrsverhalten der Kinder von großer Bedeutung.

Schulweg einüben

Er appelliert an die Eltern, mit ihren Kindern den Schulweg rechtzeitig einzuüben. Hierbei muss nicht der kürzeste Schulweg der sicherste sein. Es ist auch sinnvoll und notwendig, den Schulweg unter realen Bedingungen einzuüben, nicht am Wochenende oder in der verkehrsarmen Zeit. Sein Appell geht aber auch an die Kraftfahrer, auf die Kinder als die Schwächsten im Straßenverkehr besonders Rücksicht zu nehmen. Ausdrücklich erinnert er an die Regelung der Straßenverkehrsordnung, wonach sich Fahrzeugführer gegenüber Kindern so verhalten müssen, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Sicherheit gewährleisten

Nach wie vor gibt es Schulwegunfälle, bei denen Kinder auf der Fahrt zur Schule im Auto der Eltern nicht ausreichend durch gesetzlich vorgeschriebene Rückhaltsysteme gesichert sind. Der Regierungspräsident fordert daher die Eltern auf, auch bei nur relativ kurzer Fahrstrecke die Kinder ordnungsgemäß mit Kindersitzen bzw. den passenden Rückhaltesystemen anzuschnallen.

„Kinder sind unsere Zukunft. Sie sind das Kostbarste, was wir haben!“, betont Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. „Wir müssen alles tun, um sie zu schützen und ihre Sicherheit zu gewährleisten! Mein Dank gilt daher insbesondere den Schülerlotsen, den Schulweghelfern, den Schulbusbegleitern und Schulbuslotsen, die sich durch vorbildlichen, ehrenamtlichen Einsatz für die Verkehrssicherheit unserer Kinder in besonderer Weise einsetzen“.

Schulweghelfer gesucht!

Schulwegdienste sind die beste Sicherung der Kinder auf dem Schulweg. Ehrenamtliche Schulweghelfer sind dabei auch in Unterfranken nach wie vor gesucht! Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, zugleich Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, namentlich auch an die Erwachsenen und die ältere Generation, über ein ehrenamtliches Engagement im Schulwegdienst nachzudenken. Viele reine Grundschulstandorte sind gerade auf das Engagement der Erwachsenen zum Schutz der jüngeren Schulkinder angewiesen. Interessierte können mit der Polizeiinspektion vor Ort, der Gemeinde, der Verkehrswacht oder der Schule in der Nähe Kontakt aufnehmen.

Schulwegunfälle gehen zurück

In Unterfranken ereigneten sich im Jahr 2015 insgesamt 51 Schulwegunfälle (2012: 52 Schulwegunfälle; 2013: 50 Schulwegunfälle; 2014: 43 Schulwegunfälle), das sind 8 mehr als im Vorjahr 2014. Dabei wurden in Unterfranken im Jahr 2015 insgesamt 72 Kinder (davon 11 schwer) verletzt.

Insgesamt ist in Bayern die Anzahl der Schulwegunfälle seit Jahren tendenziell rückläufig. Dies ist sicher auch der nachhaltigen Aufklärungsarbeit von Landesverkehrswacht, Polizei und anderen Institutionen, der Verkehrserziehung in der Schule sowie dem engagierten Einsatz von Schulweghelfern und Schülerlotsen zu verdanken. Noch 1972 ereigneten sich in Bayern 1.131 Schulwegunfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 1.165 Schulkinder verletzt und 35 getötet. 2015 ist die Zahl der Schulwegunfälle in Bayern im Vergleich zum Vorjahr 2014 leicht (- 3 %) auf 667 zurückgegangen.

Kein Todesfall

Die gute Nachricht am Schluss: Im letzten Jahr kam in Bayern kein Kind auf dem Schulweg ums Leben. Dagegen waren 2014 in Bayern noch 3 Todesfälle zu beklagen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.verkehrssicherheit.bayern.de und www.polizei.bayern.de.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

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