Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ausstellung „Eins zum Anderen“

Abschlussprojekt

Mit einer 30 qm umfassenden Installation präsentiert Christine Brey,Kommunikationsdesignstudentin, ihr Abschlussprojekt, für das ihr von der Fakultät für Kommunikationsdesign der FH Würzburg der „Bergkristall“, eine hochschulinterne Auszeichnung für ihre Bachelor Arbeit, verliehen wurde.

Ähnlich einem Haus

Der Besucher der Ausstellung betritt ein wie ein Haus konstruiertes Gebilde mit mehreren kleinen Zimmern ohne Türen. Die Wände, von oben bis unten vollgeschrieben mit berührenden Texten, dazwischen Zeichnungen von Personen, deren Gesichter teils nur schemenhaft wahrgenommen werden können, sowie diverse Objekte wie, unter anderem ein altes Telefon, das nicht mehr klingelt, ein verschmutztes Waschbecken. Alles zusammen – Räume der Erinnerung und Reflexion.

Abschied nachholen

Die Frage „Was wäre gewesen, wenn …?“ beschäftigt die Künstlerin nach eigenen Aussagen seit langem. Doch erst der unerwartete Tod einer geliebten Person, von der sie sich nicht mehr verabschieden konnte, hat den Ausschlag gegeben, das Projekt so zu konzipieren, wie es jetzt dasteht. Das sorgfältige Studium der Texte lässt das Bedürfnis erkennen, einen Abschied nachzuholen, der ihr verwehrt wurde.

Sowohl eine gegen den Uhrzeigersinn laufende Uhr als auch ein vorwärts und rückwärts laufendes Video aus Kindheitstagen lassen den Wunsch vermuten, die Zeit zurückdrehen und Geschehenes ungeschehen machen zu wollen.

Persönliche Auseinandersetzung

„Eins zum Anderen“ ist die persönliche Auseinandersetzung mit Begriffen wie „Schicksal“, „Zufall“, „Gesetz von Ursache und Wirkung“, „Kausalität als Verkettung von Ereignissen“ und „Zeit“. Es handelt sich um ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Werk.

Ausstellung bis 11. September

Die Ausstellung „Eins zum Anderen“ kann noch bis zum 11. September immer samstags und sonntags zwischen 16 und 20 Uhr im derzeitigen Ausstellungsraum der „LeerRaumPioniere“ am Bahnhofsplatz 2 (Zugang auf der Rückseite der Posthalle) besichtigt werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von Christine Brey.

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