Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Auf Vater eingestochen: 58-Jähriger schwer verletzt

Streit eskaliert

WALDASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Dienstagmorgen ist es in einem Mehrfamilienhaus zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen einem 26-Jährigen und seinem 58-jährigen Vater gekommen. Hierbei war auch ein Messer im Spiel. Der Tatverdächtige wurde noch vor Ort festgenommen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kam es in einem Mehrfamilienhaus in der Aschaffenburger Straße zunächst zu einer massiven verbalen Auseinandersetzung zwischen einem 26-Jährigen und seiner ebenfalls 26-jährigen Lebensgefährtin. Der Tatverdächtige zeigte sich so aggressiv, dass sie in die Wohnung eines Nachbarn flüchtete und den Polizeinotruf verständigte.

Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung hat die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken mehrere Streifen der Aschaffenburger Polizei an den Einsatzort geschickt.

Auf Vater eingestochen

Der Tatverdächtige verließ nach dem Notruf die Wohnung und traf im Treppenhaus offenbar auf seinen ebenfalls im Haus lebenden 58-jährigen Vater. Dieser wollte seinen Sohn beruhigen, jedoch entwickelte sich im Verlauf eine körperliche Auseinandersetzung zwischen beiden, die sich bis auf die Straße verlagerte.

Der Tatverdächtige stach hierbei mit einem Messer auf seinen Vater ein und verletzte diesen schwer am Arm. Ein zufällig vorbeifahrender Pkw-Fahrer, welcher Hilfe leisten wollte, wurde durch den 26-Jährigen mit dem Messer bedroht.

Erheblichen Widerstand geleistet

Der Tatverdächtige konnte schließlich noch vor Ort durch Einsatzkräfte festgenommen werden. Er leistete hierbei erheblichen Widerstand, wodurch zwei Beamte leichte Verletzungen erlitten haben. Zudem spuckte er die eingesetzten Beamten an. Der 26-Jährige wurde im Anschluss zur Polizeiinspektion Aschaffenburg gebracht. Die Widerstandshandlungen setzten sich bis zur Verbringung in die Haftzelle fort.

Der 58-jährige Vater des Tatverdächtigen wurde durch den Rettungsdienst und einen Notarzt erstversorgt und anschließend in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Seine Verletzungen sind nach derzeitigem Stand nicht lebensgefährlich.

Der Tatverdächtige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Zudem wurde auf Anordnung der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg eine Blutentnahme durchgeführt. Die weiteren Ermittlungen, auch zur Motivlage des Tatverdächtigen, werden durch die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt.

Für die Dauer der Tatortarbeit vor dem Anwesen musste ein Teilbereich der Aschaffenburger Straße gesperrt werden. Es kam jedoch zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen. Der Tatverdächtige wird am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht vorgeführt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT