Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Neues Sicherheitskonzept für das Stadtfest

Über 100.000 erwartet

Am 16. und 17. September ist es wieder so weit, die Würzburger Innenstadt verwandelt sich in eine große Feiermeile. Auch dieses Jahr werden wieder über 100.000 Besucher zum Stadtfest erwartet. Doch wie sieht es mit der Sicherheit für so eine große Veranstaltung aus? Insbesondere bei der derzeit angespannten Sicherheitslage in Bayern und Europa? Damit beschäftigte sich die Würzburger Sicherheitskonferenz.

Keine erhöhte Anschlagsgefahr

Wolfgang Weier, Geschäftsführer des Stadtmarketings „Würzburg macht Spaß“ (WümS), das Veranstalter des Stadtfestes ist, erklärte, dass es nach dem Treffen mit der Würzburger Polizei und den Behörden keinerlei Erkenntnisse über eine erhöhte Anschlagsgefahr oder gar bestehende Terrorstrukturen in Würzburg gebe. Das Stadtfest sei in den vergangenen 28 Jahren immer friedlich und sicher verlaufen.

Deshalb kämen auch keine Maßnahmen, wie zum Beispiel auf dem Münchner Oktoberfest, in Frage. Dort gibt es unter anderem ein Rucksackverbot, Personenkontrollen und einen mobilen Zaun, der für mehr Sicherheit sorgen soll.

Sicherheitsempfinden entgegenkommen

Die Würzburger Sicherheitskonferenz besteht aus Vertretern der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Stadt und Veranstalter. „Es werden Gefahrenprognosen entwickelt und letztendlich auch Einsätze festgelegt. Es muss im Vorfeld geklärt werden, was alles passieren könnte und wer dann für was zuständig ist,“ erklärt Weier, “ Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es bei einer Großveranstaltung wie dem Stadtfest zwar nicht, aber die Besucher sollen sich einfach sicher fühlen und das Gefühl bekommen, im Notfall schnell Hilfe zu bekommen.“

Ca. 140 Seiten Konzept

Das Sicherheitskonzept 2016 umfasst circa 140 Seiten. An beiden Festtagen hat die Polizei erhöhten Streifendienst in der Innenstadt und auch Zivilbeamte werden unterwegs sein. Auch der kommunale Ordnungsdienst wird im Stadtgebiet präsent sein.

Die vier Hauptbühnen bekommen, statt wie in früheren Jahren zwei, jetzt vier professionelle, private Ordner. Außerdem werden sich zusätzlich zwei gekennzeichnete Sicherheitskräfte unter die Zuschauer mischen.

Das Stadtmarketing hat zudem im Stadtgebiet seine Servicemitarbeiter verteilt, die nicht nur für Ordnung auf der Feiermeile sorgen sollen, sondern auch Ansprechpartner für die Besucher sind. Wer zum Beispiel Auskunft über den Standort des nächsten Rettungswagen braucht, ist bei den WümS-Mitarbeitern an der richtigen Adresse.

Wandelnde Notrufsäulen

Zusätzlich zu diesen Sicherheitsmaßnahmen wurde außerdem ein privater Sicherheitsdienst engagiert, der schon bei mehreren Veranstaltungen erfolgreich mit der Stadt zusammengearbeitet hat. Das gesamte Innenstadtgebiet ist in acht Teilstücke unterteilt worden.

Bis zu 24 Security-Mitarbeiter sollen hier unterwegs sein und im Notfall dann möglichst schnell handeln können. Die Mitarbeiter seien als Sicherheitsdienst klar erkennbar und stellen quasi eine Art wandelnde Notrufsäule dar, so Uwe Zimmermann, Chef des kommunalen Ordnungsamtes, in der Mainpost.

Es werden daher so viele Sicherheitsleute wie noch nie im Einsatz sein. Auch an den Straßensperrungen sind Security-Mitarbeiter vor Ort.

Mehr Rettungskräfte

Auch an der Anzahl der Rettungskräfte vor Ort ändert sich dieses Jahr etwas. In früheren Jahren gab es immer zwei mobile Rettungsstreifen und einen Ersthelfer für die Großbühnen. Heuer soll es zwei Rettungswagen geben, die am Vierröhrenbrunnen und in der Otto-Wels-Straße neben Hugendubel stehen.

„Mehr an Sicherheitsvorkehrungen geht eigentlich nicht!“

Zudem patrouillieren Sanitäter in der Innenstadt auf Segways und sorgen für schnelle Hilfe, so Wolfgang Weier, „Mehr an Sicherheitsvorkehrungen geht eigentlich nicht! Verhinderbar ist ein Anschlag oder ähnliches natürlich nie aber wir wollen uns unser Stadtfest durch solche Vorkommnisse und die Angst, die daher rührt, nicht kaputt machen lassen!“

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