Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Vorerst kein Radlverbot auf der Alten Mainbrücke

Nur Fünf dafür

Die CSU-Stadträte Kurt Schubert und Emanuele La Rosa wollen ein Verbot für Fahrradfahrer auf der Alten Mainbrücke. Sie stellten deshalb in der gestrigen Sitzung des Ferienausschusses einen entsprechenden Antrag. Die Gründe, um das Radfahren verbieten zu wollen, begründeten die Beiden mit verschiedenen Sicherheitsaspekten.

Letztendlich stimmten laut Berichten der Mainpost aber lediglich 5 der 17 Mitglieder des Ausschusses für ein Verbot bzw. für eine Weiterverfolgung des Antrags. Trotzdem wird es laut Mainpost ein neues Konzept geben, wie in Zukunft mit dem Verkehr auf der Brücke umgegangen werden soll – das ließ Stadtbaurat Christian Baumgart verlauten.

Gefährliche Situationen

Die Alte Mainbrücke ist Teil der Würzburger Fußgängerzone aber auch gleichzeitig Fahrradweg. Laut Mainpost wollten die Stadträte Schubert und La Rosa ein Schild, dass die Radler zum Absteigen und Schieben ihrer Drahtesel veranlasst und somit die Verkehrssituation entschärft wird – so stand es im Antrag. Die Brücke ist bei Würzburgern und Touristen gleichermaßen ein beliebter Treffpunkt für einen Brückenschoppen oder um die Aussicht auf Main und Festung zu genießen. Doch weil über die Brücke unter anderem auch der Main-Radweg führt, kommt es des Öfteren zu nicht immer ganz ungefährlichen Begegnungen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Gerade in den Sommermonaten ist hier viel Betrieb.

Problem „Brückenschoppen“

Laut Mainpost sehen einige Stadtratsmitglieder vor allem aber bei der Institution „Brückenschoppen“ das Problem. Für Patrik Friedl von den Grünen ergeben sich aus dem Weinausschank auf der Brücke auch Probleme für zum Beispiel Leute mit Kinderwägen oder Rollatoren. Weiter heißt es bei der Mainpost, dass auch Heinrich Jüstel von der SPD die Brücke als Verkehrsweg sieht. Den Wein könne man auch auf dem Gehsteig trinken um so den Verkehrsteilnehmern nicht den Weg zu versperren.

Seine Fraktionskollegin Laura Wallner sieht laut Berichten der Mainpost die ganze Situation als ein absolut saisonales Problem, vor allem in den Sommermonaten ist auf der Brücke viel los. Sie spricht sich auch für ein Gesamtkonzept aus und könne sich sogar eine Neugestaltung vorstellen.

Wie geht es weiter?

Bereits Anfang Juli diesen Jahres wurde laut Berichten der Mainpost ein Antrag für ein solches Konzept der Sanierung der Alten Mainbrücke gestellt. Damals wurde einstimmig für eine Weiterverfolgung abgestimmt. Dieses Mal stimmten allerdings nur fünf Mitglieder für die Weiterverfolgung des Antrages auf Verbot für Radfahren auf Würzburgs bekanntester Brücke. Nun kann man gespannt sein, wie das angekündigte Verkehrskonzept von Stadtbaurat Baumgart aussehen wird.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT