Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Nach Axt-Angriff: Ermittlungen gehen weiter

Erneute Suche

WÜRZBURG. Genau einen Monat nach dem schrecklichen Angriff auf Reisende in einer Regionalbahn bei Würzburg, suchen zahlreiche Beamte der Bereitschaftspolizei erneut das Gebiet in Heidingsfeld ab.

Unsere Redaktion hat bei der Bundesanwaltschaft angefragt, was der Hintergrund zur aktuellen Absuche ist und wartet noch auf Antwort.

Am Abend des 18. Juli war ein 17-Jähriger in einem Regionalzug bei Würzburg mit einem Messer und einer Axt auf mehrere Menschen losgegangen. Er verletzte vier Reisende aus Hong Kong im Zug und später eine Spaziergängerin schwer.

Noch immer in Lebensgefahr

Ein Mann aus China schwebt noch heute in Lebensgefahr und liegt bis auf Weiteres im künstlichen Koma. Den drei weiteren chinesischen Familienangehörigen geht es langsam, zumindest körperlich, besser.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wählte der Angreifer, der auf der Flucht von SEK-Beamten erschossen wurde, seine Opfer zufällig aus.

Die Würzburger Spaziergängerin, die der Täter bei seiner Flucht mit der Axt schwer verwundete, konnte zwischenzeitlich das Krankenhaus wieder verlassen.

Der Täter hatte sich in einem Video zur IS-Miliz bekannt und den Anschlag aus politischen Motiven verübt. Er wurde nach bisherigen Erkenntnissen vom islamischen Staat instruiert und hatte nachweislich Kontakt zu Verbindungsmännern der Terror-Organisation. Chatprotokolle, die der US-Geheimdienst NSA knackte, belegen dies.

Sein Leichnam wurde nach einer Obduktion unterdessen von der Bundesanwaltschaft freigegeben und soll anonym, in einer anderen Stadt bestattet werden. Ob dies bereits geschehen ist, ist derzeit nicht bekannt.

Die Ermittler beschäftigen sich derzeit u.a mit der lückenlosen Aufklärung der Identität des Angreifers. An Riaz Khan Ahmadzais syrischer Herkunft bestehen Zweifel, da seine Aussprache in dem Bekennervideo eher einen pakistanischen Hintergrund vermuten lässt.

Alles zum Anschlag in Würzburg

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