Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Viva Las Vegas: Hip Hop Weltmeisterschaft 2016

Unter den Top 4

Am Ende hatten sie es im „2 vs. 2 Allstyle Battle“ unter die Top 4 der Welt geschafft und waren einfach mega stolz auf diese Leistung! Das Duo „Hot Potatoes“ hat bei der Hip Hop International 2016 wieder einmal mehr bewiesen, dass Tanzen einfach ihre Leidenschaft ist. Auch ihre neue alte Crew „Dominos“ war bei der WM am Start. Doch der Weg nach Las Vegas war für Markus aus Wertheim und Dominik aus Würzburg nicht immer einfach. Bis sie das Ticket nach L.A. lösen konnten, mussten einige Hürden genommen werden.

Neue alte Crew

Im März diesen Jahres überkam Markus die Lust, noch einmal auf der großen Bühne in Las Vegas stehen zu wollen. Hier wird jedes Jahr die Hip Hop Weltmeisterschaft ausgetragen und Markus hatte das Spektakel auch schon mehrfach erlebt. 2009 tanzte er sich mit der Gruppe „Physical Funk“ bereits auf Platz fünf der Welt. Sein „Hot Potatoes“-Buddy Dominik war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Um zu starten, muss man allerdings mindestens zu Fünft sein. Also wurde Memi, ein ehemaliger Tanzkollege von „Physical Funk“ angeheuert, dessen Freund Hamza und Markus‘ Frau Christine – die „Domino“ Crew war geboren!

Tickets to Vegas

Jetzt hieß es erstmal hart trainieren! Dafür mussten die Wochenenden herhalten, da Memi und Hamza nicht aus der Gegend kommen. Die Fünf nahmen an der Süd-West-Deutschen Meisterschaft teil – Platz 2! Und schließlich an der Deutschen Meisterschaft in Hannover. Trotz der wenigen Trainingseinheiten sind „Domino“ im Vorfinale auf den 4. Platz gerutscht.

Da nur die ersten drei das Ticket nach Las Vegas lösen können, legten sie nochmal richtig los und kamen dann letztendlich durch viel positive Energie und Kampfeswillen auf den 2. Platz. Die „Hot Potatoes“ hatten noch nebenbei das „2 vs 2 Allstyle Battle“ mitgemacht und kämpften sich ebenso bis ins Finale und gingen als Zweiplatzierte von der Bühne.

Aus der Traum?

Die ganze Crew war nach diesen Erfolgen super motiviert und freute sich auf Las Vegas. Doch dann kam alles anders: Hamza musste die Reise absagen. Was tun um einen fünften Mann zu finden? Die leidenschaftlichen Tänzer veranstalteten kurzerhand ein Casting in den Räumen der Würzburger Tanzschule „Dance Encore“. Es hatten sich richtig viele Teilnehmer angemeldet, überraschenderweise nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland. Die Entscheidung, wer nun mit nach L.A. fahren durfte, fiel nicht leicht. Und die Zeit drängte, das Casting war im April, die WM ja schon Anfang August.

Training, Training, Training

Letztendlich hat sich die Crew für Mario aus Offenbach, Maren aus Aalen, Afina und Manuel aus Stuttgart entschieden. Es ging direkt los mit dem harten Training. Es musste trotz mangelnder Zeit eine komplett neue Show auf die Beine gestellt werden, zudem noch Sponsoren an Land gezogen, Workshops abgehalten und Geld zusammengesammelt werden. Außerdem musste jeder ja trotzdem auch noch seinem Job nachgehen.

Eine Stadt die niemals schläft

Doch am 7. August war es endlich soweit, „Domino“ hatten es geschafft – die Crew war in Las Vegas, eine Stadt, die niemals schläft, und gerade deshalb so gut zu den Tänzern passt. Im „Westin Lake Las Vegas“ kam es dann am vergangenen Mittwoch zum Showdown: „Domino“ ging in der Kategorie „adults“ an den Start. Alle waren hochmotiviert und wollten einfach nur noch auf diese Bühne.

Von 72 Gruppen waren „Dominos“ als 48. dran. Das Warten hatte ein Ende und das harte Training sich hoffentlich gelohnt! Es waren zwar nur zwei Minuten aber dafür auch zwei Minuten voller Anstrengung. Doch nach dem Auftritt gingen alle mit einem super Gefühl von der Bühne und Spaß gemacht hatte es auch noch!

Arbeit hat sich gelohnt

Als dann endlich die Verkündung kam, welche 36 Gruppen ins Halbfinale einziehen, hat die Crew es kaum glauben können. „Dominos“ wurden als 28. aufgerufen – und das bei so einer starken Konkurrenz. Nun hieß es nochmal tanzen, schon am Tag darauf. Die Aufregung war immer noch die gleiche aber der Spaß war dieses Mal noch größer. Die Performance brachte richtig viele Punkte ein, am Ende sprang ein 30. Platz raus. Enttäuscht war aber niemand, denn schon allein das Erlebnis „Hip Hop International“ war einfach großartig für die Tänzer! Und die harte Arbeit hatte sich wirklich gelohnt.

Schlussvorstellung der „Potatoes“

Für Dominik, Markus und Memi stand allerdings noch ein Wettkampftag auf dem Kalender. Für die „Hot Potatoes“ ging es am nächsten Tag in die „Battles“. Zuerst „locking“, dann „popping“ und zum Schluss „breaking“. Von über 45 „b-Boys“ weltweit schaffte es Memi unter die besten 16. Nach dem „Breaking Battle“ startete dann das „2 vs 2 Allstyle Battle“. Zeit, um nochmal richtig Gas zu geben. Der erste große Schritt war die Qualifikation für das Achtelfinale.

Von über 60 Duos unter den besten 16 – einfach klasse! Im Achtelfinale standen Dominik und Markus dann einem Duo aus Korea gegenüber – und plötzlich Viertelfinale! Jetzt ging es gegen Wales. Auch diese Hürde wurde genommen. Die „Hot Potatoes“ standen völlig verdient im Halbfinale der Hip Hop WM! Hier mussten sie sich zwar einem Duo aus den USA geschlagen geben aber hey – top 4 of the world!

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