Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Festbesucher bedroht Sicherheitsdienst: Polizei gibt Warnschuss ab

28-Jähriger von Polizei festgenommen

MARKTHEIDENFELD, LRK. MAIN-SPESSART. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat ein 28-Jähriger einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Volksfestes mit einem Messer bedroht und Pfefferspray gegen ihn eingesetzt. Anschließend flüchtete er und konnte von der Polizei wenig später gestellt werden.

Im Rahmen der Festnahme setzte eine Polizistin einen Warnschuss ab. Den 28-Jährigen, der die Nacht in der Arrestzelle verbringen musste, erwartet nun ein Strafverfahren.

Mit Frau in Streit geraten

Ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Main-Spessart hatte am Donnerstagabend um 23.30 Uhr durch das Sicherheitspersonal der Laurenzi-Messe ein Hausverbot erhalten und war vom Festgelände verwiesen worden. Um 01.00 Uhr war der junge Mann erneut zum Festplatz gekommen und im Bereich des Weindorfes mit einer Frau in Streit geraten.

Mit Messer gedroht

Als Mitarbeiter der Sicherheitsfirma den Konflikt schlichten wollten, reagierte der junge Mann darauf sofort mit aggressivem Verhalten. Schließlich zog er dem Sachstand nach aus seinem Hosenbund ein Messer und bedrohte damit die Ordnungskräfte.

Der alkoholisierte Tatverdächtige setzte zudem das Pfefferspray gegen einen Sicherheitsmitarbeiter ein und verletzte ihn dabei leicht im Augenbereich.

Anschließend lief der 28-Jährige mit dem Messer in der Hand auf dem Festgelände umher, während der Sicherheitsdienst ihn verfolgte. Als der Beschuldigte sich gerade auf den Ausgang des Geländes zu bewegte, kamen verständigte Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg und der Polizeiinspektion Marktheidenfeld hinzu.

Warnschuss in die Luft

Einer der Beamten setzte zum Versuch an, den Mann festzunehmen und brachte ihn zu Fall. Der Tatverdächtige setzte seine Flucht jedoch nach dem kurzen Sturz fort und rannte in Richtung Hauptausgang.

Die Beamten forderten den Mann mehrfach auf, stehen zu bleiben und das Messer fallen zu lassen. Als er sich auf eine das Festgelände verlassende Personengruppe zu bewegte, setzte eine Beamtin einen angekündigten Warnschuss in die Luft ab.

Der Tatverdächtige flüchtete in Richtung Düsseldorfer Straße und konnte dort schließlich durch mehrere Streifenbesatzungen gestellt werden. Erst nach mehrmaliger Aufforderung ließ er das Messer und Pfefferspray fallen.

Zur Unterstützung „geholfen“

In diesem Moment rannte ein 22-Jähriger herbei und stürzte sich auf den Beschuldigten. Die Beamten setzten gegen die beiden Männer Pfefferspray ein und nahmen den 28-jährigen Tatverdächtigen fest.

Wie sich im Nachgang heraus stellte, hatte der unbeteiligte 22 Jahre alte Mann die Polizei mit seiner unnötigen und für seine Person auch nicht ganz ungefährlichen Aktion offenbar unterstützen wollen. Die beiden Männer wurden durch das Pfefferspray leicht verletzt.

Nacht in Zelle

Bei dem Tatverdächtigen, der sich der Festnahme widersetzen wollte und sich gegen die Maßnahme wehrte, wurde bei einer Durchsuchung ein zweites Messer sichergestellt.

Der Beschuldigte musste die Beamten zur Dienststelle begleiten und dort eine von der Staatsanwaltschaft Würzburg angeordnete Blutentnahme über sich ergehen lassen, ein Atemalkoholtest ergab zuvor ein Ergebnis von 1,4 Promille.

Der 28-Jährige musste die Nacht in der Arrestzelle verbringen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der Mann am Freitagmittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Sachbearbeitung übernahm noch in der Nacht die Würzburger Kriminalpolizei. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg werden nun unter anderem Ermittlungen wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung geführt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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