Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Landtagsabgeordneter Oliver Jörg gegen Pokémon-Verbot

Kein Pokémon GO im Hofgarten

Wie kürzlich berichtet könnte Pokémon GO zukünftig im Hofgarten der Residenz sowie an vier weiteren Park- und Schlossanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung gesperrt werden. Die Nachricht sorgte für viel Diskussion. Während sich Pokémon Fans entsetzt über das drohende Verbot zeigen, freuten sich diejenigen Würzburger, die eher wenig Verständnis für Taschenmonster jagende Jugendliche haben.

Bessere Information statt Verbot

Auch den Würzburger Landtagsabgeordneten Oliver Jörg bewegt dieses Thema. Jetzt kritisiert er das Pokémon-Verbot und spricht sich gegen ein generelles Verbot von Pokémon GO in Teilen der bayerischen Schloss- und Parkanlagen aus:

„Eine kollektive Bestrafung der Pokémon-Fans darf es auf Grund von wenigen unerfreulichen Vorfällen in den öffentlichen Flächen der Bayerischen Schlösserverwaltung nicht geben“, so Oliver Jörg. Natürlich müsse die Sachbeschädigung unterbunden und die jeweiligen Öffnungszeiten eingehalten werden. Der Schutz der bayerischen Kulturgüter kann laut der Pressemitteilung von Oliver Jörg durch verstärkte Hinweise und eine bessere Information der Besucher erfolgen.

Verbot vergrault junge Leute

Zudem sei das geplante Verbot nicht praktikabel, da es nicht nachweisbar ist, ob ein Smartphone für Fotoaufnahmen, das Versenden von Grußbotschaften, die Information vor Ort oder eben für Online-Spiele verwendet wird. Mit solchen Vorschriften könnten vor allem die jungen Nutzer von einem Besuch der weltweit bekannten bayerischen Sehenswürdigkeiten vergrault werden:

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„Auch zeigt die Vergangenheit, dass Spiele wie „Pokémon Go“ in ihrer Popularität bereits schon nach relativ kurzer Dauer von anderen Spielformen abgelöst werden. Anstatt skurril wirkender Verbote, könnte die Schlösserverwaltung die Spiele-Apps für die Generierung neuer Besucherschichten nutzen und in das jeweilige touristische Angebot integrieren.“

Diese Orte sollten nicht missbraucht werden

Das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ begeistert derzeit weltweit Millionen von Fans, welche in der Öffentlichkeit auf die Jagd nach den sogenannten Pokémons gehen. Auch wenn das Kollektivverbot nicht zum freiheitlichen bayerischen Lebensverständnis passe und derartige Ansätze abzulehnen seien, sieht Jörg auch Grenzen: „Der Privatgrund, aber auch Gedenkstätten, Mahnmale und religiöse Räume, wie unsere Kirchen, dürfen nicht für den Spielspaß missbraucht werden.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerischen Landtagsabgeordneten Oliver Jörg.

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